# AUDIT-01: Acht Widersprüche aus dem LABNET-02-Nachlauf (Selbst-Audit CFGMON-Session)
> Import aus [management#27](https://git.lab/axion1337.chat/management/-/issues/27) (2026-08-11). Kommentare und Verlauf bleiben dort; kanonisch ist ab jetzt diese Datei (ADR-0012).
Selbst-Audit der CFGMON-Session (2026-08-02) auf sorbs Bitte: eigene Arbeit gegen `CLAUDE.md`, ADR-0005 und die Verfahren geprüft. **Regel dieses Issues: Widersprüche werden dokumentiert und referenziert, nicht still aufgelöst.** Auflösung einzeln oder gesammelt im Struktur-Workshop (#17). Alle Messungen von heute sind als solche gekennzeichnet.
## W1 — ADR-0004 (as-built) vs. tatsächliche Split-DNS-Konfiguration
ADR-0004, CFGMON-Zeile: *„Split-DNS nur `~lab` → 10.58.73.1"*. **Real** (seit 2026-08-01 spätabends, auf sorbs Ansage, `/etc/wireguard/lab.conf` + CFGMON-AAR Nachtrag 2): **vier Zonen** — `~lab`, `~lab.de`, `~axion1337.de`, `~axionlabs.de`. Das ADR beschreibt den As-built-Stand also unvollständig. Brisanz: `~axion1337.de` über den Lab-Resolver betrifft auch `rohana.axion1337.de` (Gitea-Mirror!) — löst der Lab-DNS die Zone anders auf als öffentlich, ändert sich unbemerkt der Pfad zum Mirror. **Auflösung:** ADR nachführen *oder* Zonen auf `~lab` zurückbauen — Entscheidung sorb.
## W2 — dokumentierte Bootstrap-Routen sind seit der Einzäunung nicht reproduzierbar
CFGMON-AAR Nachtrag 2 dokumentiert die CA-Verifikation über `ca.axionlabs.de:666` (step-ca, health + roots.pem, Fingerprint-Abgleich). **Messung heute von CFGMON:**`:666` = Timeout (Einzäunung greift, erwartungsgemäß), `git.lab:443` = HTTP 302 ✓, **ICMP zu `10.58.73.17` = 100 % Verlust**. Konsequenzen: (a) Die im AAR beschriebene Verifikationsroute funktioniert nicht mehr — ein künftiger Truststore-Neuaufbau bräuchte eine bewusste Firewall-Ausnahme (**ADR-Pflicht** laut CLAUDE.md). (b) Erreichbarkeits-Checks von CFGMON müssen per **HTTPS statt ping** laufen — alle bisherigen Runbook-Gewohnheiten (`ping 10.58.73.17`) schlagen fehl, obwohl alles gesund ist. Fehldiagnose-Falle für die nächste Session.
## W3 — `hosts/cfgmon.md` widerspricht sich selbst und der Realität
Die Dienste-Tabelle (Zeile 27) listet `runner | gitea/act_runner:0.6.1` als laufenden Container — die **eigene Historie** derselben Datei (CFGMON-11-Abschnitt) meldet ihn als am 2026-07-31 restlos entfernt. „Stand: 2026-07-30" deckt zudem nicht: WireGuard-Tunnel (`wg-quick@lab` + systemd-Drop-in `10-after-docker.conf`), aXionLabs-Root-CA im Truststore, git.lab-Zugang via `~/.netrc`. Wenn `hosts/` „Bestand + Historie" ist (CLAUDE.md), ist der Bestand-Teil veraltet; wenn er eingefroren sein soll, fehlt die Kennzeichnung. **Nicht von mir korrigiert** — erst klären, was „Bestand" hier heißen soll.
## W4 — Schließung von #16 vs. Inhalt von #16 und CLAUDE.md-Secrets-Regel
Der Schlusskommentar von #16 nennt „die **drei** hier gesammelten Nacharbeiten (Feinschliff)". Das Issue enthielt **fünf** Punkte plus einen Korrektur-Kommentar der CFGMON-Session. Still mitgeschlossen wurden: **Punkt 4** (Repo-Zuhause für `lab.conf`, systemd-Drop-in, Root-CA — Reproduzierbarkeit) und **Punkt 5** (Schlüsselrotation). Bei Punkt 5 kollidiert die Schließung mit der Secrets-Regel der CLAUDE.md (*„anzeigen = Exposure = Rotation"*): Der aktive WG-Private-Key und beide git.lab-PATs liefen im Klartext durch den Chat bzw. das buffer-Repo. Das buffer-Repo ist vernichtet ✓, aber Chat-/Session-Transkripte existieren weiter. Nach der Regel ist die Rotation nicht optional — auch mein eigener Kommentar in #15 („regulär rotieren") war daran gemessen **zu lasch**. **Auflösung:** entweder sorb bestätigt die Schließung ausdrücklich für alle fünf Punkte (dann ist die Secrets-Regel für diesen Fall bewusst ausgesetzt → ADR-Pflicht für die Ausnahme), oder Punkte 4+5 werden als eigenes Issue reaktiviert.
## W5 — Secrets-Regel vs. gelebte Bootstrap-Praxis der LABNET-02-Nacht
CLAUDE.md: *„Token-/Secret-Werte niemals […] in Dateien echoen; echte Credentials tippt/legt sorb selbst an; Sessions referenzieren sie nur über Dateipfade."***Praxis:** Die CFGMON-Session (ich) hat beide PATs selbst in `~/.netrc` geschrieben und den WG-Private-Key nach `/etc/wireguard/` — es gab schlicht keinen anderen Übergabekanal auf einen headless Host. Der Widerspruch ist strukturell, nicht böswillig: Die Regel kennt den Fall „sorb kann die Datei auf dem Zielhost nicht selbst anlegen" nicht. **Auflösung:** Bootstrap-Klausel in die Regel (erlaubt, aber Exposure gilt ⇒ Rotationspflicht + dokumentieren wo), oder Verfahren definieren (z. B. sorb legt per SSH selbst ab, Session referenziert Pfad).
## W6 — AAR-Vorlage vs. Nachtrag-Praxis
`verfahren/aar-vorlage.md`: fünf Abschnitte, Gebot „Kurz", Befund-Status mit Issue-Referenz („notiert · Issue"). Der CFGMON-AAR hat inzwischen **acht Abschnitte** (drei Nachträge) und eine Befunde-Tabelle **ohne** Issue-Referenzen (Befund 3 → heute #14; die Issues entstanden erst nach dem AAR). Die Nachtrag-Mechanik — die sich zweimal bewährt hat (Reboot-Korrektur, Auflösung) — ist **nirgends im Verfahren definiert**. **Auflösung:** Vorlage um eine Nachtrag-Regel ergänzen (append-only, datiert, Fundstellen verweisen auf den Nachtrag) oder Nachträge verbieten und Folge-AARs verlangen. Die Befunde-Tabellen der beiden LABNET-02-AARs könnten danach um Issue-Refs ergänzt werden (reine Vervollständigung).
## W7 — Commit-Autorschaft: drei Identitäten, keine Konvention
Im management-Repo committen Agenten-Sessions unter drei Identitäten: `sorb <gamemaster@axion1337.de>` ohne Agent-Kennzeichnung (CFGMON-Session: `e8e1b36`, `28cd06c`, `001f59f`; auch `b647645` der Mac-Session), und seit heute `Thore Cimbal <cfx@riot.8shield.net>`**mit**`Co-Authored-By: Claude`-Trailer (`09bdd94`, `ae982cd`, …). Das Kanonisierungs-Verfahren betont Autorschafts-Erhalt als Wert — der ist wenig wert, wenn dieselbe Person/verschiedene Agenten unter wechselnden Identitäten schreiben. Eigenes Versäumnis der CFGMON-Session eingeschlossen: der Claude-Trailer fehlt bei meinen Commits. **Auflösung:** eine Zeile in CLAUDE.md — welcher Author-Name, welche E-Mail, Trailer ja/nein.
## W8 — UDM-SSH: aktivierte Reständerung ohne Doku
Für die Fehlersuche wurde SSH auf der UDM aktiviert (`root@10.58.73.1`, eigenes Passwort). Der Lab-AAR erwähnt es nicht, kein Issue trägt es, Status vermutlich „noch an". Root-Shell-Zugang auf dem zentralen Gateway ist ein sicherheitsrelevanter Dauerzustand, wenn er bleibt. **Auflösung:** deaktivieren oder bewusst belassen und als Bestand dokumentieren (analog zur docker-Gruppen-Entscheidung in #14).
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**Konform befunden** (der Vollständigkeit halber): AAR-Pflicht nach Deploy mit Übergabe ✓ (beide AARs), Kanonisierungs-Weg statt Gitea-Push ✓ (alle vier CFGMON-Commits über git.lab, Mirror verifiziert), Redlichkeits-Regeln ✓ (Verifiziert/Vermutet getrennt, eigene Fehlannahme per Nachtrag korrigiert statt geglättet), chirurgische Config-Edits ✓ (sed + `wg-quick strip`-Validierung), Übergabe-Ausnahme auf Gitea während der Nacht ✓ (durch ADR-0002 gedeckt, seit heute per #13 migriert und zurückgebaut).