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# AAR — LABNET-02, Lab-Seite (UDM/UniFi, Einzäunung und Abnahme)
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**Datum:** 2026-08-01 · **Host/Stack:** MorninglightMountain (UDM Pro), UniFi Policy Engine
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**Auftrag:** Architektur v2 planen, Lab-Seite koordinieren, Testreihe 1–7 abnehmen
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**Gegenstück:** [CFGMON-Seite](2026-08-01-labnet02-cfgmon.md) · Issue: `management#12`
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## 1. Ergebnis
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Site-to-Site-Verbindung Hetzner ↔ Lab **läuft und ist abgenommen**. Ein Hetzner-Server
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erreicht `git.lab` ohne eigenen Tunnel und ohne lokale Konfiguration — allein über die
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zentrale Hetzner-Netzwerk-Route und CFGMONs Gateway-Rolle. Die Einzäunung greift, der
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Schalter liegt ausschließlich in der UniFi-UI.
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Testreihe 1–7 vollständig bestanden (Protokolle in `management#12`), zusätzlich der
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Reboot-Beweis der CFGMON-Seite.
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## 2. Architektur-Drehung gegenüber dem Entwurf
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ADR-0004 plante die **UDM als Initiator** gegen einen WireGuard-Listener auf CFGMON.
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Beim Bauen zeigte sich: UniFi bietet Site-to-Site nur als OpenVPN/IPsec an, WireGuard
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existiert nur als **Server** mit Client-Einträgen — dafür aber mit der Option
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**„Networks Behind Client"**. Daraus wurde Architektur v2: zweiter WG-Server auf der
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UDM (Port 51841), **CFGMON als Client/Initiator**, `10.0.0.0/24` als Netz hinter dem
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Client. Die Bedarfsfall-Semantik blieb erhalten, weil ein Client gegen einen
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abgeschalteten Server nichts ausrichtet — bewiesen im Negativtest.
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Preis der Drehung: eine Portfreigabe am Heimanschluss (UDP 51841), die im
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Ursprungsentwurf nicht nötig gewesen wäre.
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## 3. Befunde
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| # | Befund | Schwere | Status |
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| 1 | **„Server = WireGuard Server X" erfasst in der Policy Engine nur das Tunnel-Subnetz**, nicht die über „Networks Behind Client" angehängten Netze. Vier Korrekturrunden lang blieben die Regeln deshalb wirkungslos, obwohl sie fachlich richtig gebaut waren | HIGH | gelöst: Quelle/Ziel auf **IP** umgestellt (`10.58.75.0/24` + `10.0.0.0/24`) |
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| 2 | Angelegte UniFi-Zone `Hetzner VPN` blieb **ohne Mitglieder** — VPN-Server lassen sich in dieser Version nicht aus der VPN-Zone herauslösen. Ihre Block-All-Zeile in der Zonen-Matrix ist wirkungslos | MEDIUM | umgangen: Trennung über Quell-IP statt Zone; Zone als Platzhalter belassen |
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| 3 | Die Portgruppe `git` (443 + 53) war gegenüber der **Gateway-Zone** zu großzügig: dort ist 443 nicht git.lab, sondern die **Router-Admin-Oberfläche**. Sie war von den Hetzner-Hosts aus erreichbar | MEDIUM | gelöst: Gateway-Regel auf `Specific 53` |
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| 4 | Zwei Fritzbox-Freigaben (51840 Roadwarrior, 51841 Hetzner) bei ursprünglichem UniFi-Listener auf 51820 — Kette Endpoint/Freigabe/Listener war inkonsistent | MEDIUM | gelöst: UniFi-Port auf 51841; Roadwarrior gegengeprüft |
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| 5 | Hetzner-Netz-Range `10.0.0.0/16` deckte das Routen-Ziel `10.58.73.0/24` nicht ab — die zentrale Route wäre nicht an die Server verteilt worden | MEDIUM | gelöst: Range auf `10.0.0.0/8` erweitert (nachträglich möglich, nur Erweitern) |
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## 4. Was die Eingrenzung ermöglicht hat
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**Der entscheidende Test war eine Maschine mit zwei Adressen.** CFGMON ist über
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`10.58.75.2` (Tunnel) *und* `10.0.0.3` (Hetzner-Netz) erreichbar. Vom Lab aus war die
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erste Adresse geblockt, die zweite offen — dieselbe Maschine, dieselben Dienste,
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entgegengesetztes Ergebnis. Damit war Befund 1 nicht mehr Vermutung, sondern Messung.
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**Timeout vs. „Connection refused" trennt Firewall von fehlendem Dienst.** Mehrere
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scheinbare „Blocks" in den Zwischenrunden waren nur abwesende Dienste. Als Kontrolle
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dienten Ports mit nachweislich laufendem Dienst (Overmind :22/:80), die vorher
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„succeeded" lieferten und nachher Timeout.
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**Eine laufende Messschleife statt Momentaufnahmen** machte den Negativtest exakt:
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Abschaltung wirkte in <4 s, Rückkehr nach ~8 s allein durch `PersistentKeepalive`.
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## 5. Lehren
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1. **Zonen-Zuordnung ist interface-basiert, Feinauswahl ist es nicht.** Wer hinter
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einem VPN-Client ganze Netze routet, muss in der Policy Engine mit **IP**-Auswahl
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arbeiten; die bequeme „Server"-Auswahl greift zu kurz.
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2. **Bei „Block alles außer …" gehört die Portbedingung in BEIDE Portfelder.** Der
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Rückverkehr wird an seinem *Quell*-Port erkannt. Steht die Bedingung nur auf dem
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Zielport, stirbt jede erlaubte Verbindung auf dem Rückweg. (In dieser Session
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zwischenzeitlich falsch beraten — sorbs ursprüngliche Konstruktion war richtig.)
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3. **Ausnahmelisten sind zielabhängig.** Derselbe Port bedeutet an verschiedenen
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Zielen Verschiedenes: 443 ist auf Overmind der Dienst, auf der UDM die
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Verwaltungsoberfläche. Eine Portgruppe pro Ziel, nicht eine für alles.
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4. **Syslog Logging an der Regel hätte Runden gespart.** Es beantwortet die Frage
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„greift die Regel überhaupt?" sofort, statt sie aus Wirkungen zu erschließen.
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5. **Hetzner-Netz-Ranges lassen sich nachträglich erweitern** (nur erweitern, IP-Teil
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bleibt). Eine zentrale Route erspart Konfiguration auf jedem einzelnen Server —
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aber nur, wenn ihr Ziel im Range liegt.
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## 6. Offen
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- IoT- und Arbeit-Sperren sind **nicht verifiziert** — keine Gegenstelle in diesen
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VLANs verfügbar. Bei nächster Gelegenheit von einem Gerät dort gegentesten.
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- Regel-Beschreibungsfelder in UniFi sind leer; Verweis auf LABNET-02/ADR-0004 fehlt.
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- Portgruppe heißt `git`, enthält aber 443 + 53 — sprechender Name wäre besser.
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- Folgearbeit (eigenes Issue): Deploy-Übergabe-Issues nach git.lab holen,
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Gitea-Ausnahme in ADR-0002/README/CLAUDE.md zurückbauen.
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