diff --git a/docs/issues/0008-cfgmon-03-prometheus-remote-write-und-loki.md b/docs/issues/0008-cfgmon-03-prometheus-remote-write-und-loki.md index 7b9aebe..91f327d 100644 --- a/docs/issues/0008-cfgmon-03-prometheus-remote-write-und-loki.md +++ b/docs/issues/0008-cfgmon-03-prometheus-remote-write-und-loki.md @@ -128,26 +128,32 @@ Sauber gelöst ist der Rest von CFGMON: SSH (2248), Grafana (3000), Coolify (900 8000–8001) und WireGuard (51841) sind quellbeschränkt auf sorbs Anschluss; cadvisor (8080) und node-exporter (9100) nur für `157.90.155.206`. -### ⚠️ Offener rekursiver DNS-Resolver auf CFGMON +### ~~Offener rekursiver DNS-Resolver auf CFGMON~~ — WIDERRUFEN am selben Tag -Beim Nachmessen der freigegebenen Ports gefunden, **nicht Gegenstand dieses Issues, -aber schwerwiegender**: `188.245.193.243:53` beantwortet Anfragen **aus dem -öffentlichen Internet**, über TCP *und* UDP, **rekursiv für beliebige Fremddomains**: +**Der Befund war falsch.** Ich hatte gemeldet, `188.245.193.243:53` löse für jeden im +Internet rekursiv auf, samt Amplifikations-Rechnung. sorbs Rückfrage („dir ist schon +klar, dass beide Netze gerade per VPN verbunden sind?") hat es aufgeklärt. -``` -dig @188.245.193.243 google.com A -;; flags: qr rd ra; QUERY: 1, ANSWER: 6 <- ra = Rekursion verfügbar -``` +Nachgemessen **aus dem Cluster** (Hetzner-Egress, weder Lab noch Standortkopplung): -Die sichtbare Firewall-Regel für 53 erlaubt als Quelle nur `10.58.73.17` — erreichbar -ist der Dienst trotzdem von einer öffentlichen IP. Entweder existiert eine zweite, -weiter gefasste Regel, oder die Beschränkung greift nicht. +| Port | von sorbs Mac | aus dem Cluster | +|---|---|---| +| 443 (Gegenprobe) | offen | **offen** — Methode gültig | +| 53 | offen, rekursiv | **zu** | +| 9001 (nur sorbs Anschluss) | offen | **zu** | -**Warum das zählt:** Ein offener Resolver ist der klassische Reflektor für -DDoS-Amplifikation. Mit gefälschter Absender-IP wird CFGMON zum Werkzeug in einem -Angriff auf **Dritte** — gemessen ~275 Byte Antwort auf ~40 Byte Anfrage, und der -Faktor lässt sich vom Angreifer über die Abfrage vergrößern. Die Folgen treffen dabei -uns: Beschwerden beim Provider, Sperrlisten, im Zweifel Abuse-Verfahren. +Öffentlich ist 53 also **geschlossen**. Die Firewall-Regel (Quelle `10.58.73.17` = +Dokploy/git) ist in Ordnung; Verkehr über die Standortkopplung filtert die +Cloud-Firewall nicht, deshalb antwortet der Dienst aus dem Lab. Genau so gedacht. -Das ist die Klasse dieses Issues, nur an einem Port, auf den niemand geschaut hat. -Gehört als eigener Befund verfolgt, nicht hier mitentschieden. +**Die eigentliche Lehre betrifft mein Werkzeug, nicht die Infrastruktur.** Die +Gegenprobe in `pruefe-ports.sh` beweist, dass die *Messmethode* funktioniert — sie +beweist **nicht**, dass man von *außen* misst. Zwei verschiedene Fragen, und ich hatte +nur eine beantwortet. Das Skript führt jetzt vor allem anderen eine **Standort-Probe** +aus (ein Port, den die Firewall nur für sorbs Anschluss freigibt): Antwortet er, werden +alle „soll zu"-Prüfungen berichtet, aber **nicht gewertet**. Für diese Hälfte muss das +Skript aus einem fremden Netz laufen. + +Zweiter Fehlalarm binnen zweier Tage aus derselben Wurzel — erst `/dev/tcp` in der zsh, +das jeden Port als geschlossen meldete, jetzt der Standort. Beide Male sah das Ergebnis +plausibel aus.