--- type: adr id: "0013" status: accepted date: 2026-08-11 supersedes: null superseded_by: null related: - "docs/design/done/2026-08-11-neckbeard-migration.md" - "docs/adr/0001-gitlab-kanonisch-push-mirror.md" --- # ADR-0013: Gruppenregeln kanonisch im management-Repo, Komponenten zeigen und werden geprüft ## Kontext Fünf Komponenten-Repos und dieses Repo teilen ein Regelwerk. Neckbeards ADR-0001 löst „ein Repo, viele Harnesse", nicht „viele Repos, ein Regelwerk" — die schärfste Lücke des Feldtests. Der alte Ansatz war bereits Pointer-basiert („Projekt-Repos haben eigene CLAUDE.mds", die Arbeitsgrundlage liegt im management-Repo, über den Gitea-Mirror von überall lesbar) und scheiterte nicht am Mechanismus, sondern an der Anwendung: 4 von 5 Komponenten haben schlicht keine Pointer-Datei (F-011), und nichts prüfte das. Zusätzlich tragen fünf Komponenten vier Namensschemata, ohne dass ein Artefakt den kanonischen Slug festhält (F-008) — diese Session musste die Slugs erfragen. ## Optionen **A: Regelkopien in jede Komponente stempeln** (generiert, mit Quell-SHA; Prüfskript vergleicht). Funktioniert offline im Komponenten-Checkout. Aber: sechs Kopien derselben Regeln sind genau die Drift-Maschine, die ADR-0001 upstream verwirft — der Stempel macht Drift erkennbar, nicht unmöglich, und jeder Regeländerung folgt ein Sechs-Repo-Commit-Zug. **B: Git-Submodule/Subtree eines Regel-Repos.** Mechanisch streng, aber: koppelt jeden Komponenten-Clone an Lab-Erreichbarkeit, ist in Obsidian und Forge-Ansichten sperrig, und die Gruppe hat mit Submodules keinerlei Praxis — Reibung ohne belegten Bedarf. **C: Pointer + deterministische Prüfung.** Die Gruppenregeln stehen genau einmal, im AGENTS.md dieses Repos (das gespiegelt und damit überall lesbar ist). Jede Komponente trägt nur Projektspezifika plus einen Pointer auf die Gruppenregeln (git.lab-Pfad und Mirror-URL). Neu gegenüber dem alten Ansatz ist der prüfende Teil: ein Artefakt benennt die Gruppe, ein Skript prüft die Anwendung. ## Entscheidung **Option C.** - **Kanonisch:** die Gruppenregeln leben als ausgewiesener Abschnitt im `AGENTS.md` dieses Repos. `CLAUDE.md` wird Ein-Zeilen-Pointer (neckbeard ADR-0001). - **Komponenten-Artefakt:** `docs/components/.md` (neuer Schema-Typ) deklariert je Repo den kanonischen Slug, Anzeigenamen, Mirror-Pfad und die Phase (`active` / `staged` / `external`) — damit ist F-008 maschinenlesbar beantwortet und die bewusst gestaffelte Dormanz von `thread-net-git`/`threadnet-operating` (F-009-Addendum) erstmals repräsentierbar statt nur mündlich. - **Prüfung, zweigeteilt:** offline prüft `validate.py` die Komponenten-Artefakte wie jedes andere Artefakt; in der Lab-CI prüft die Stillstandsprüfungs-Familie (a) dass jede deklarierte Komponente die Pointer-Datei tatsächlich trägt (schließt F-011) und (b) dass die **zur Laufzeit gelesene** Gruppenliste und `docs/components/` deckungsgleich sind — die Projektliste bleibt bewusst ungehärtet im Code (Retro-Lehre: eine gepflegte Liste ist die Stelle, an der ein neues Repo jahrelang durchrutscht); neu auftauchende Repos werden Befund statt Lücke. - **Rollout** der Pointer-Dateien in die fünf Komponenten ist nicht Teil dieser Undertaking: fünf Folge-Issues, eines je Komponente. ## Konsequenzen - Regeländerung = ein Commit in einem Repo; Komponenten folgen per Verweis, nicht per Kopie. - Eine Komponente ohne Pointer ist ab dem Rollout ein roter CI-Befund, kein stiller Zustand über Wochen (F-011-Klasse). - Die Slug-Unregelmäßigkeiten selbst (`thread-net-git`, CamelCase-`ThreadNet-Web`) werden hier **nicht** bereinigt — ein Rename fasst Forge-Zustand an und wird eigenes Issue mit eigener Abwägung; das Artefakt dokumentiert bis dahin den Ist-Stand. - Host-Sessions ohne Lab finden Regeln und Gruppenliste über den Gitea-Mirror; der Pointer nennt beide Wege.