# 0004 — Site-to-Site-VPN Hetzner-Projektnetz ↔ Lab, schaltbar über die UDM **Status:** akzeptiert (umgesetzt und abgenommen 2026-08-01, Testreihe 1–7 in [management#12](https://git.lab/axion1337.chat/management/-/issues/12)) · **Datum:** 2026-08-01 · **Entscheider:** sorb ## Kontext Das Lab ist die Quelle der Wahrheit (ADR-0002), aber die Hetzner-Hosts erreichten `git.lab` nicht — das erzwang beim Cutover die Übergabe-Issue-Ausnahme. Ein dauerhafter Zugang von exponierten Servern ins Heimnetz soll es trotzdem nicht sein. ## Entscheidung Ein **eigener WireGuard-Tunnel** (getrennt vom Roadwarrior) verbindet das Hetzner-Projektnetz `10.0.0.0/24` mit dem Lab-VLAN `10.58.73.0/24`. Der An/Aus-Schalter liegt in der UniFi-UI; die Hetzner-Seite ist passiv und kann den Tunnel nicht selbst öffnen (Bedarfsfall-Prinzip, Kontrolle im Lab). ### Wie es tatsächlich gebaut wurde (Architektur v2) Der ursprüngliche Entwurf sah die **UDM als Initiator** gegen einen WireGuard-Listener auf CFGMON vor. UniFi bietet Site-to-Site jedoch nur als OpenVPN/IPsec an; WireGuard existiert dort ausschließlich als **Server** — dafür mit der Option „Networks Behind Client". Die Richtung wurde deshalb gedreht: | | | |---|---| | **UDM** | zweiter WG-**Server** „Matrix", UDP **51841**, Tunnelnetz **10.58.75.0/24**, „Alternate Address for Clients" = `178.25.213.70` | | **Client „Hetzner"** | `10.58.75.2`, **Networks Behind Client = `10.0.0.0/24`** | | **CFGMON** | WG-**Client/Initiator**, dauerhaft aktiv (`enable`) + `PersistentKeepalive 25`; AllowedIPs nur `10.58.73.0/24, 10.58.75.1/32`; Split-DNS nur `~lab` → `10.58.73.1`; `ip_forward` + iptables-ACCEPT in `DOCKER-USER` (ufw ist dort inaktiv), **kein NAT** | | **Fritzbox** | Portfreigabe UDP **51841** → `192.168.178.20` | | **Hetzner** | Netz-Range auf **`10.0.0.0/8`** erweitert, Route `10.58.73.0/24 → 10.0.0.3` — damit erreichen alle Server im Netz das Lab **ohne eigene Konfiguration** | | **UniFi-Firewall** | Trennung vom Roadwarrior über **Quell-/Ziel-IP** (`10.58.75.0/24` + `10.0.0.0/24`), nicht über eine eigene Zone: erlaubt sind nur `10.58.73.17:443` (git.lab/Registry) und `10.58.73.1:53` (DNS); IoT und Arbeit sind für alle VPNs komplett gesperrt | ## Konsequenzen - ✅ **Eingelöst am 2026-08-02 (LABNET-03, [#13](https://git.lab/axion1337.chat/management/-/issues/13)):** Übergabe-Issues können nicht nur umziehen — sie sind umgezogen ([#25](https://git.lab/axion1337.chat/management/-/issues/25), [#26](https://git.lab/axion1337.chat/management/-/issues/26)), der Gitea-Tracker ist leer, die Vorlage liegt als GitLab-Issue-Template, und die Ausnahme aus ADR-0002 ist zurückgebaut. Damit hat dieser Tunnel seinen ersten inhaltlichen Zweck erfüllt. - Abschaltung wirkt in **unter 4 s**, Rückkehr nach dem Einschalten in **~8 s** ohne Eingriff auf der Hetzner-Seite (gemessen 2026-08-01 23:21–23:23). - Ein kompromittierter Hetzner-Host sieht bei offenem Tunnel nur git.lab:443 und den Lab-DNS; bei geschlossenem Schalter gar nichts. - Preis der Richtungsdrehung: eine Portfreigabe am Heimanschluss (im Ursprungsentwurf nicht nötig). Bewertung: akzeptabel, da nur UDP 51841 und WireGuard auf unbekannte Peers still schweigt. - Der TURN-Rotations-CronJob trifft nur bei eingeschaltetem Tunnel auf git.lab — seine Gitea-PR-Ausnahme bleibt bewusst bestehen. **Nachtrag 2026-08-02:** Die Ausnahme besteht weiter, wird aber nicht mehr von Hand aufgelöst. Der Schedule-Job `canonize_rotation` im gitops-Repo holt die Rotation täglich von git.lab aus nach. Damit hängt sie nicht mehr am Tunnelzustand — der Job läuft im Lab und erreicht Gitea öffentlich. Das war der eigentliche Grund für die Ausnahme; sie ist jetzt automatisiert statt terminiert. - game.axion1337.de profitiert erst nach Aufnahme in den vSwitch (GAME-01). ## Verworfene Alternativen - **UDM als Initiator** (Ursprungsentwurf): von UniFi nicht angeboten. - Einzelne Roadwarrior-Profile pro Server: Schalter läge auf den exponierten Hosts, Key-Streuung, kein Site-Routing. - Tunnel dauerhaft an: widerspricht dem Bedarfsfall-Prinzip ohne echten Gewinn. - git.lab öffentlich exponieren: größte Angriffsfläche, klar verworfen. - Eigene UniFi-Zone für den Tunnel: technisch nicht möglich (VPN-Server bleiben in der VPN-Zone), siehe [AAR Lab-Seite](../verfahren/aar/2026-08-01-labnet02-lab.md).