- verfahren/refinement.md: Ablauf und Timeboxes fuer Refinement (woechentlich), Retro light (monatlich), AAR-Anlass; Zusammenspiel der parallelen Sessions - roadmap.md + README: Kadenz-Abschnitt verweist darauf, Workshop-Einstieg verlinkt Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com> Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01PKhFj1S3UdD6xL2fbWPeYj
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Refinement und Retro — die Termine des Frameworks
Kanban braucht wenige, aber verlässliche Termine, sonst verkommt das Board zur Ablage. Festgelegt in ADR-0005; hier steht, wie sie ablaufen.
Refinement (≈ wöchentlich, 30–45 min)
Der eine Termin, der das System am Leben hält. Immer dieselbe Reihenfolge:
- Board von rechts nach links lesen — zuerst
status:doing: Läuft es noch, oder ist es in Wahrheit blockiert? Dannstatus:wartet: Wartet es noch auf das, was im Issue steht? Erst zuletztstatus:next. - WIP-Limit prüfen — höchstens zwei Issues in
doing. Ist es voll, wird nichts Neues gezogen; stattdessen wird gefragt, was das Laufende blockiert. - Nachziehen — freie Plätze aus
nextfüllen,nextaus dem Backlog auffüllen. Auswahlkriterium ist nicht Priorität allein, sondern was still kaputtgeht (Fristen, abgeschaltete Schutzmechanismen) vor was nervt vor was Spaß macht. - Entscheidungsvorlagen — offene Fragen, die eine Entscheidung von sorb brauchen, werden als Optionen mit Empfehlung vorgelegt, nicht als offene Fragen geparkt. Dauerhafte Ausnahmen von Regeln werden hier zu ADRs.
- Datumspflicht prüfen — jedes zeitkritische Issue trägt ein Datum, kein „bald".
Retro light (≈ monatlich, 20–30 min)
Drei Fragen, mehr nicht:
- Welche Verfahren haben diesen Monat getragen, welche haben gestört?
- Welche ADRs sind durch die Realität überholt (→ neues ADR, altes auf „abgelöst durch")?
- Fasert etwas aus? Gibt es wieder Arbeit, die nur in Chatverläufen lebt?
Grundlage sind die AARs des Monats — sie sind die Retro-Vorbereitung, nicht ihr Ersatz.
AAR (anlassbezogen)
Nach jedem Deploy mit Übergabe und nach jedem Incident, Vorlage in aar-vorlage.md. Ein AAR ist keine Chronik, sondern ein Wissensspeicher: Was war das Ergebnis, welche Befunde, was hat die Eingrenzung ermöglicht, welche Lehren, was bleibt offen. Offene Punkte aus einem AAR werden im selben Zug zu Issues — sonst versacken sie in der Prosa (real passiert am 2026-08-01, nachgezogen als #14–#16).
Zusammenspiel mit den Sessions
Mehrere Claude-Sessions arbeiten parallel (Mac-Session, Host-Sessions auf CFGMON und Overmind). Für sie gilt:
- Die kanonischen Arbeitskonventionen stehen in
CLAUDE.mdund sind über den Gitea-Mirror von überall lesbar. - Arbeit zwischen Sessions läuft über das Deploy-Übergabe-Verfahren — Auftrag, Meldung, Protokoll im Issue, nicht im Chat.
- Was eine Session lernt, gehört ins Repo (AAR/ADR/Doku), nicht nur in ihr Gedächtnis — Sessions gehen verloren, Repos nicht.