**Noch nicht funktionsfähig:****kein Handshake** — `0 B received`. Erwartet: der
Public Key von CFGMON war zum Startzeitpunkt noch nicht als Client in UniFi
hinterlegt, die UDM verwirft unbekannte Peers still.
**Blockiert:** die Gateway-Rolle. Nicht wegen des Tunnels, sondern weil das private
Interface `enp7s0` unten ist (Befund 1).
## 2. Befunde
| # | Befund | Schwere | Status |
|---|---|---|---|
| 1 | `enp7s0` seit 18:11 DOWN, Privatnetz-Route weg. Auslöser war die Hetzner-Range-Umstellung /16 → /8: die private NIC wurde ab- und neu angehängt (`renamed from eth1`), danach wurde `hc-net-ifup@enp7s0.service`**übersprungen** (`ConditionPathExists=!/run/systemd/network/10-netplan-enp7s0.network`). Folge: `k3s_host_node` (10.0.0.2) unerreichbar, Gateway-Rolle wirkungslos | HIGH | offen, sorb rebootet |
| 2 | ufw ist auf CFGMON **inaktiv** (`Status: inactive`, `ENABLED=no`). Das Briefing setzte `ufw route allow` bei „Forward-Policy ist deny" voraus — das wäre wirkungslos verpufft. Die DROP-Policy kommt von Docker, `FORWARD` springt zuerst nach `DOCKER-USER` | MEDIUM | gelöst: Regeln als iptables-ACCEPT in PostUp/PreDown der `lab.conf` |
| 3 | `sudo` ist aus einer Agenten-Session nicht bedienbar (kein TTY). Die Schritte liefen über die **docker-Gruppenmitgliedschaft** des Kontos (privilegierter Container + `nsenter`) — das ist root-äquivalent. Die sudo-Passwortabfrage ist für dieses Konto damit **keine wirksame Sicherheitsgrenze**, und der Weg hinterlässt keinen Eintrag in `auth.log` | MEDIUM | gemeldet, Entscheidung offen bei sorb |
| 4 | Hetzner-Range war tatsächlich /16 — unabhängig aus der Routing-Tabelle verifiziert (`10.0.0.0/16 via 10.0.0.1 dev enp7s0`), `10.58.73.0/24` lag außerhalb | LOW | bestätigt, Umstellung durch sorb erfolgt |
## 3. Verdachtsfälle mit Entwarnung
| Vermutung | Prüfung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Der Tunnel hat das Privatnetz zerschossen | Journal-Zeitstempel | `enp7s0` fiel **18:11**, Tunnel startete **18:40** — kein Zusammenhang |
| Split-Tunnel biegt den Default-Weg um | `ip route get 8.8.8.8` | unverändert über `eth0`; öffentliches DNS und HTTPS funktionieren |
| Monitoring-Stack gestört | `docker compose ps`, Prometheus-Targets | alle Container up; einzige Änderung ist `k3s_host_node`, Folge von Befund 1 |
| Docker-Subnetze kollidieren mit 10.58.x | `docker network inspect` | nur 172.17/16 und 172.19/16, keine Kollision |
**Nicht verifiziert:** ob der k3s-Host selbst läuft. Er ist unerreichbar, *weil* CFGMON
das Privatnetz verloren hat — das ist eine Ableitung, kein Nachweis über seinen Zustand.
## 4. Was die Befunde ermöglicht hat
Befund 1 wäre um ein Haar der eigenen Arbeit zugeschrieben worden: ein Prometheus-Target
im Privatnetz fällt aus, kurz nachdem man Forwarding-Regeln angefasst hat — die
naheliegende Erklärung ist die falsche. Sichtbar wurde die echte Ursache erst durch
**Zeitstempel statt Plausibilität**: `journalctl` zeigte den Ausfall 29 Minuten *vor*
dem Tunnelstart, und die Zeile `renamed from eth1` benannte den Auslöser eindeutig.
Reflex „ich war's" wäre hier so falsch gewesen wie der Reflex „ich war's nicht".
Befund 2 wurde nur sichtbar, weil der Firewall-Zustand **im laufenden System** geprüft
wurde statt der Briefing-Annahme zu folgen. `ufw route allow` hätte fehlerfrei
quittiert und nichts bewirkt — ein stiller Fehlschlag, der erst beim ersten