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management/docs/issues/0044-sops-secret-aenderung-startet-dienst-nicht-neu.md
Thore CimbalandClaude Opus 4.8 320657b1d5 docs(issues): close #0044 — no reloader, the moving secrets are already covered
sorb's call. The goal is already met where secrets actually move: the ESS chart
rolls its components on config change via pod-template hash labels, and coturn
plus Synapse are handled by the rotation job's annotation bump — the one case with
regular unattended rotation, solved precisely because of that.

What is left are three services whose secrets change rarely and by deliberate act,
at the very moment someone is already watching and ADR-0011 applies. A permanent
controller allowed to patch arbitrary deployments is the worse trade for that.

The map is the outcome here, not an installation: the assumption had been that MAS
was uncovered, and a reloader would have been aimed at a solved problem.

Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
2026-08-15 12:00:00 +00:00

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type: issue
id: "0044"
status: done
created: 2026-08-11
milestone: M5
priority: low
area: infrastructure
related: [docs/adr/0011-enrollment-localpart-kollision-verweigern.md]
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# SOPS-Values-Secret-Änderung startet den konsumierenden Dienst nicht neu
## Problem / Motivation
Beim Ausrollen des `on_conflict: fail`-Fixes (ADR-0011) trat ein Footgun zutage:
Flux aktualisierte das SOPS-verwaltete Secret `ess-mas-values-secret`, aber der
laufende MAS-Pod war älter als die Änderung und behielt die alte Config im
Speicher — MAS liest seine Config nur beim Start. Der Sicherheits-Fix stand auf
der Platte, war im Prozess aber **nicht aktiv**, bis ein manueller
`kubectl rollout restart` folgte. „committet ≠ deployed ≠ aktiv."
Das betrifft nicht nur MAS: jeder Dienst, der ein von Flux/SOPS gepflegtes
Values-Secret nur beim Start liest, hat dieselbe stille Lücke. Aktuell ist die
einzige Absicherung die in ADR-0011 festgeschriebene **manuelle** Restart-und-
Verifikations-Regel — leicht zu vergessen.
## Acceptance
- Änderungen an einem konsumierten Values-Secret lösen automatisch einen Rollout
des abhängigen Deployments aus (z. B. Checksum-/Hash-Annotation auf dem
Pod-Template, ein Reloader wie stakater/Reloader, oder ein
`configMapGenerator`/`secretGenerator`-Namenshash in kustomize).
- Verifiziert an MAS: Änderung am Secret → neuer Pod ohne Handeingriff, jünger als
die Änderung.
- Mindestens MAS abgedeckt; idealerweise als wiederverwendbares Muster für weitere
von SOPS-Secrets gespeiste Dienste.
## Notes
Automatisiert nur den bereits in ADR-0011 vorgeschriebenen manuellen Schritt —
daher `priority: low`. M5, weil die Fähigkeit (Auto-Reload) neu ist, nicht kaputt.
## Untersuchung 2026-08-15 — die Abdeckung ist deutlich besser als angenommen
Vor dem Einbau eines Reloaders geprüft, wo die Lücke **tatsächlich** klafft. Ergebnis: der im
Issue beschriebene Fall (MAS) ist bereits abgedeckt, und zwar von der Chart selbst.
**MAS ist abgedeckt — verifiziert am laufenden Deployment.** Die ESS-Chart hängt Prüfsummen
als **Labels** ans Pod-Template (`templates/matrix-authentication-service/deployment.yaml`):
```
k8s.element.io/matrix-authentication-service-config-hash: sha1sum(configmap-data)
k8s.element.io/matrix-authentication-service-secret-hash: sha1sum(secret-data)
```
Ein geändertes Label ändert das Pod-Template — Kubernetes rollt also von selbst aus. Live
vorhanden (drei Hash-Labels am MAS-Deployment). Und der HelmRelease steht auf `interval: 1m`,
Flux liest `valuesFrom` also jede Minute neu ein und rendert bei Änderung neu.
**Damit ist die Ursachenannahme des Issues zu korrigieren:** Der Mechanismus fehlte nicht.
Wahrscheinlicher ist, dass beim ADR-0011-Vorfall innerhalb des ersten Reconcile-Fensters
geprüft wurde — „committet ≠ deployed" stimmt, aber die Lücke war **zeitlich**, nicht
strukturell. Das ändert nichts an der Richtigkeit der ADR-0011-Regel (nach einem
Sicherheits-Fix aktiv verifizieren), wohl aber an der Diagnose.
**Abdeckung im Überblick** (Hash-Labels am Pod-Template gezählt):
| Abgedeckt | wodurch |
|---|---|
| MAS (3), element-web (2), haproxy (3), matrix-rtc (12) | ESS-Chart-Hash-Labels |
| coturn + Synapse (TURN-Secret) | eigener Mechanismus: der Rotations-CronJob hebt `rotated-at`/Checksum-Annotationen, der Merge startet beide Verbraucher neu (#38) |
| Nicht abgedeckt | konsumiertes Secret |
|---|---|
| `draupnir` | `draupnir-config` |
| `wikijs` | `wikijs-postgres-secret` |
| `concierge-bot` | `concierge-credentials` |
**Bewertung.** Übrig bleiben drei Dienste mit Secrets, die sich **selten und stets absichtlich**
ändern — anders als das monatlich rotierende TURN-Secret, das genau deshalb bereits einen
eigenen Trigger hat. Ein zusätzlicher Controller (stakater/Reloader) bräuchte Rechte, Deployments
zu patchen, und würde eine Dauerkomponente für ein Risiko einführen, das bei den wirklich
bewegten Secrets bereits gelöst ist.
**Empfehlung: nicht einbauen**, sondern diese Abdeckungskarte als Ergebnis festhalten und die
ADR-0011-Regel (aktiv verifizieren) für die drei Nachzügler gelten lassen. Wer anderer Meinung
ist, hat mit Reloader einen sauberen Weg — die Chart erlaubt Annotationen je Komponente
(`matrixAuthenticationService.annotations`, schema-geprüft), sie landen am Deployment **und** am
Pod-Template.
## Geschlossen 2026-08-15 — Entscheidung sorb: kein Reloader
Die Abdeckungskarte oben ist das Ergebnis; ein zusätzlicher Controller wird **bewusst nicht**
eingebaut.
**Begründung.** Das Ziel des Issues — „Änderungen an einem konsumierten Values-Secret lösen
automatisch einen Rollout aus" — ist für die Dienste, bei denen sich Secrets real bewegen,
**bereits erfüllt**, nur anders als vermutet:
- **MAS und die übrigen ESS-Komponenten** über die Hash-Labels der Chart am Pod-Template
(live verifiziert), zusammen mit `interval: 1m` am HelmRelease.
- **coturn und Synapse** über den `rotated-at`-Bump des Rotations-CronJobs — der einzige Fall
mit regelmäßiger, unbeaufsichtigter Secret-Änderung, und genau deshalb schon gelöst (#38).
Übrig bleiben `draupnir`, `wikijs` und `concierge-bot`: Secrets, die sich **selten und stets
durch bewusstes Handeln** ändern — also in dem Moment, in dem ohnehin jemand hinschaut und die
ADR-0011-Regel (aktiv verifizieren) greift. Dafür einen Dauer-Controller mit Rechten, beliebige
Deployments zu patchen, in die Produktion zu stellen, ist der schlechtere Tausch: bleibende
Angriffsfläche und Wartungslast gegen ein Restrisiko, das genau dort klein ist, wo es zählt.
**Das eigentliche Ergebnis dieses Issues ist die Karte, nicht der Einbau.** Vorher wusste
niemand, dass MAS abgedeckt ist — die Annahme war das Gegenteil, und ein Reloader wäre auf ein
bereits gelöstes Problem gesetzt worden.
**Falls die Entscheidung später kippt** (etwa wenn ein Dienst dazukommt, dessen Secret
automatisiert rotiert): Der Weg ist vorbereitet — die ESS-Chart erlaubt Annotationen je
Komponente (`matrixAuthenticationService.annotations`, schema-geprüft), und sie landen sowohl am
Deployment als auch am Pod-Template, also genau dort, wo stakater/Reloader sie liest.