Files
management/docs/adr/0011-enrollment-localpart-kollision-verweigern.md
T
Thore CimbalandClaude Fable 5 70e81e2ff1 feat: slice 2 - all eleven decisions ported to docs/adr
Gate 4, slice 2: decisions/0001-0011 moved via git mv with schema
frontmatter prepended (status and date taken from each body's own
Status line - 0007 stays proposed, its decision is open in #20; bodies
unchanged except relative links gaining one directory level). The old
scheme's README and template retire - their rules already live in
AGENTS.md section 6 and the neckbeard ADR template. Every reference to
decisions/ across the tree retargeted (root files, not-yet-moved
verfahren/hosts/shared files, design doc and session ADR frontmatter).

Verified: validate 0 errors (11 ported + 2 session ADRs + duplicate-id
guard), gen_status --check current with all 13 ADRs listed, drift
check 0 findings, negative test shows a cloned id 0012 firing the
duplicate check.

Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-11 12:00:00 +00:00

70 lines
3.5 KiB
Markdown

---
type: adr
id: "0011"
status: accepted
date: 2026-08-11
supersedes: null
superseded_by: null
related: []
---
# 0011 — Provisionierung verweigert Localpart-Kollisionen, statt an bestehende Konten zu verknüpfen
**Status:** akzeptiert · **Datum:** 2026-08-11 · **Entscheider:** sorb
## Kontext
Der MAS-Upstream-Provider für Authentik stand auf
`claims_imports.localpart.on_conflict: add`. MAS-Semantik: Kollidiert der aus dem
Authentik-Claim abgeleitete Localpart mit einem **bestehenden** Matrix-Konto,
verknüpft MAS die neue Upstream-Identität mit diesem Konto — ohne Abbruch, ohne
Warnung. Authentiks eigene Benutzernamen-Eindeutigkeit fängt das nicht ab: sie
gilt nur innerhalb von Authentik und ist case-sensitive (`boje` neben `Boje` ging
live durch). Folge: Ein Inhaber eines Einladungstokens konnte einen (auch nur in
der Schreibweise abweichenden) Namen eines bestehenden Kontos registrieren und
würde beim ersten Login in dessen Konto verknüpft — inklusive Dienstkonten ohne
Upstream-Link (`draupnir`, `alerts`, `maintenance-notify`). Das ist ein
Kontoübernahme-Vektor, entdeckt am 2026-08-11 beim Anlegen eines Testkontos
([gitops#61](https://git.lab/axion1337.chat/axion1337.chat-gitops/-/issues/61)).
## Entscheidung
**Identitäts-Provisionierung verknüpft eine neue Upstream-Identität niemals mit
einem bereits bestehenden lokalen Konto.** Konkret: `on_conflict: fail` im
`claims_imports.localpart`-Block des MAS-Upstream-Providers
(`gitops/apps/production/custom-configs/mas-secret.yaml`). Ein kollidierender
Localpart bricht die Provisionierung ab. Dies ist ab jetzt stehende Regel, nicht
nur der aktuelle Wert — jede künftige Änderung an diesem Verhalten braucht ein
ablösendes ADR.
## Konsequenzen
- **Besser:** Der Übernahme-Weg ist geschlossen. Bestehende Konten (besonders die
ohne Upstream-Link) können nicht mehr durch eine kollidierende Neuregistrierung
gekapert werden. Bestehende, korrekte Verknüpfungen bleiben unberührt.
- **In Kauf genommen:** Ein Nutzer, der einen bereits vergebenen Namen wählt,
erhält die Fehlermeldung erst **beim Login** (wenn MAS provisioniert), nicht
schon bei der Registrierung in Authentik. Das ist eine schlechtere UX, aber kein
Sicherheitsproblem.
- **Jetzt Pflicht:**
- Als offene Härtung eine **case-insensitive Eindeutigkeitsprüfung im
`matrix-invitation`-Prompt-Stage**, damit die Kollision schon bei der
Registrierung sichtbar wird (verfolgt in gitops#61).
- **Nach jeder Änderung an einem SOPS-verwalteten Values-Secret den
konsumierenden Dienst per `rollout restart` neu ausrollen und verifizieren**,
dass der Pod jünger als die Änderung ist. Beim Ausrollen dieses Fixes lief
MAS noch mit der alten Config im Speicher, obwohl das Secret bereits `fail`
zeigte — „committet" ≠ „deployed" ≠ „aktiv" (MAS liest Config nur beim Start).
## Verworfene Alternativen
- **`on_conflict: add` belassen und allein auf Authentiks Eindeutigkeit
vertrauen** — verworfen: die greift nur innerhalb Authentiks und
case-sensitive, deckt Kollisionen mit vorbestehenden Matrix-Konten also nicht ab.
- **Nur den Prompt-Stage-Check bauen, MAS auf `add` lassen** — verworfen: der
Client-seitige Check ist umgehbar (direkter Flow-Aufruf), der MAS-seitige
Abbruch ist die eigentliche Sicherheitsgrenze. Der Prompt-Check ist die
UX-Ergänzung, nicht der Schutz.
- **Betroffene Dienstkonten einfach mit Upstream-Links versehen** — verworfen:
behandelt nur das Symptom für heute bekannte Konten, nicht den Mechanismus.