Der Upstream-Merge holte 70.265 fremde Commits nach ThreadNet-Web; 39 davon faerbten die Gruppenpruefung als Echtzeit-Stempel rot. Sie verletzen die Konvention wirklich, konnten ihr aber nie folgen und werden sich nie aendern - also ein Dauerrot, und ein Dauerrot meldet nichts mehr (#0104). Neues Feld fremdhistorie in docs/components/*.md. Wo gesetzt, prueft die Hygiene nur Commits, die von eigenen Identitaeten COMMITTET wurden. Der Trennschnitt ist gemessen, nicht geraten: 18 eigene Commits, alle von uns committet; 39 fremde von GitHub/RiotRobot; keine Ueberschneidung. Der Autor taugt nicht - eigene Commits koennen fremde Autoren tragen (Cherry-Picks). Der Feldwert ist die Begruendung, kein Schalter - Muster der Quittungen aus ADR-0020. Die Ausnahme gilt nur, wo sie deklariert ist, nicht global; der Preis (ein Commit unter voellig unbekannter Identitaet faellt dort durchs Raster) steht in den Konsequenzen. Belegt: nach dem Fix 0 offene Befunde bei 20 Quittungen, und in ThreadNet-Web werden weiterhin 18 Commits geprueft, alle auf 12:00:00. Ausserdem zurueckgenommen: mein Nachtrag an ADR-0022. Eine angenommene ADR wird nicht editiert (Regel in der Vorlage) - die Erkenntnis steht jetzt in #0099.
3.5 KiB
type, id, status, date, supersedes, superseded_by, related
| type | id | status | date | supersedes | superseded_by | related | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| adr | 0022 | accepted | 2026-08-19 | null | null |
|
ADR-0022: Anschluss an Upstream durch einen einmaligen Merge, nicht durch einen geteilten Graft
Kontext
ThreadNet-Web enthält keine Upstream-Historie: Am 2026-05-10 kam ein kompletter
Element-Web-Baum in einem Commit herein. Ohne gemeinsamen Vorfahren ist
git merge upstream/develop unmöglich, und jedes Update bedeutet, zwölf eigene Patches
von Hand auf einen neuen Baum aufzutragen. Das ist nicht nur mühsam, sondern gefährlich:
Verschiebt Element eine Datei, verschwinden unsere Zeilen ohne Konflikt (#0099).
Am 2026-08-19 wurde der tatsächliche Ursprung gemessen statt geraten: deadd548
vom 2026-05-08 (nicht der Tag v1.12.17, wie zuvor angenommen). Der Beleg ist die
Baumdistanz — 43 abweichende Dateien, davon 31 reine Modus-Änderungen und der Rest
unser eigenes Feature.
Im Wegwerf-Klon getestet: Mit gesetztem Vorfahren läuft ein Merge von drei Monaten
develop durch und erzeugt 32 konfliktbehaftete Dateien, davon nur vier Quellcode —
genau unsere Patches.
Optionen
A: Geteilter Replace-Ref. git replace --graft und refs/replace/* mitliefern.
Die Historie bleibt formal unverändert, Git interpretiert sie nur anders. Nachteil:
Jeder Klon braucht einen zusätzlichen Fetch, und wer ihn vergisst, sieht eine andere
Historie als alle anderen — ein stiller Unterschied, der sich erst im Konfliktfall
zeigt.
B: Einmaliger echter Merge, danach normale Merges.
⚠️ Praezisierung nach dem Test: --allow-unrelated-histories allein liefert
einen ZWEI-Wege-Vergleich und damit 1757 Konflikte — gemessen. Der Graft ist kein
Gegenentwurf zu B, sondern sein Werkzeug: lokal setzen, den Merge damit rechnen
lassen (32 Konflikte), committen. Der Merge-Commit traegt danach die echten Eltern,
der Graft kann weg, und die Abstammung laeuft ueber den Merge-Commit selbst.
Die Nahtstelle wird ein sichtbarer Merge-Commit. Kein Sonderwissen, kein Zusatzschritt,
kein Klon kann sie versehentlich übersehen.
C: So weiterarbeiten wie bisher — Patches von Hand auftragen. Verworfen: Das ist der Zustand, der die stille Klasse überhaupt erst erzeugt.
Entscheidung
Option B (sorb, 2026-08-19).
Ausschlaggebend ist nicht der Aufwand — beide Wege sind ähnlich billig — sondern die Sichtbarkeit. A funktioniert nur, solange alle daran denken; B trägt sich selbst. Für ein Repo, dessen Kernproblem „Git meldet nichts" ist, wäre ein Mechanismus, der stillschweigend unterschiedlich wirkt, die falsche Wahl.
deadd548 bleibt trotzdem wichtig: Es ist der Stand, gegen den der Merge gefahren wird,
und ohne diese Messung wäre der Merge auf eine erfundene Grundlage gelaufen.
Konsequenzen
- Der erste Merge ist ein einmaliger Kraftakt mit vier Quellcode-Konflikten; danach ist ein Upstream-Update ein gewöhnlicher Merge.
- Die stille Klasse verschwindet: Verschiebt Upstream eine Datei, die wir angefasst haben, meldet Git künftig einen Konflikt, statt unsere Zeilen wortlos fallen zu lassen.
- Die Nahtstelle bleibt als Merge-Commit dauerhaft sichtbar — gewollt, nicht geduldet.
- Abnahme ist kein Build, sondern ein Funktionstest: Die ClamAV-Patches liegen in der Medien-Pipeline. Ohne den Test aus #0099 (verschlüsselte Datei senden, abgelehnte empfangen) ist der Merge nicht abgenommen.
- Schritt 4 aus #0099 — ein Verfahren zum Auftragen der Patches — wird damit gegenstandslos.