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management/docs/adr/0008-agenten-sessions-root-aequivalent.md
T
Thore CimbalandClaude Fable 5 70e81e2ff1 feat: slice 2 - all eleven decisions ported to docs/adr
Gate 4, slice 2: decisions/0001-0011 moved via git mv with schema
frontmatter prepended (status and date taken from each body's own
Status line - 0007 stays proposed, its decision is open in #20; bodies
unchanged except relative links gaining one directory level). The old
scheme's README and template retire - their rules already live in
AGENTS.md section 6 and the neckbeard ADR template. Every reference to
decisions/ across the tree retargeted (root files, not-yet-moved
verfahren/hosts/shared files, design doc and session ADR frontmatter).

Verified: validate 0 errors (11 ported + 2 session ADRs + duplicate-id
guard), gen_status --check current with all 13 ADRs listed, drift
check 0 findings, negative test shows a cloned id 0012 firing the
duplicate check.

Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-11 12:00:00 +00:00

4.4 KiB

type, id, status, date, supersedes, superseded_by, related
type id status date supersedes superseded_by related
adr 0008 accepted 2026-08-06 null null

0008 — Agenten-Sessions auf CFGMON laufen root-äquivalent über die docker-Gruppe

Status: akzeptiert · Datum: 2026-08-06 (Struktur-Workshop #17) · Entscheider: sorb

Kontext

sudo ist aus einer Agenten-Session nicht bedienbar: Es gibt kein TTY, also auch keine Passworteingabe („a terminal is required to read the password"). Die LABNET-02-Nacht lief deshalb über die docker-Gruppenmitgliedschaft des Kontos rantanplan — privilegierter Container plus nsenter in die Host-Namespaces.

Das ist root-äquivalent, und zwar ohne Umweg: Wer Docker steuern darf, darf alles. Auf Linux ist das normales Verhalten der docker-Gruppe und kein Konfigurationsfehler — aber es hat zwei Folgen, die benannt gehören:

  1. Die sudo-Passwortabfrage ist für dieses Konto keine Sicherheitsgrenze. Sie sieht aus wie eine, ist aber umgehbar, ohne dass jemand etwas umgehen wollte.
  2. Dieser Weg hinterlässt keinen Eintrag in auth.log. Was über die docker-Gruppe geschieht, ist im Nachhinein nicht aus den üblichen Protokollen rekonstruierbar.

Aufgedeckt im CFGMON-AAR (Befund 3, MEDIUM), erfasst als #14.

Entscheidung

Es bleibt so — ausdrücklich und dokumentiert. Agenten-Sessions auf CFGMON arbeiten root-äquivalent über die docker-Gruppe.

Daraus folgt unmittelbar: Auf diesem Host gilt „sudo mit Passwort" nicht als Kontrollmechanismus. Wer dort Sicherheit gegen unbeabsichtigte oder unerwünschte Änderungen braucht, muss sie woanders aufhängen — an der Erreichbarkeit des Hosts, an der Vergabe der Zugangsdaten, an der Frage, wer überhaupt eine Session starten kann.

Ziel bleibt Option C (eigenes Agenten-Konto mit definierter, protokollierter Rechteerhöhung), aber erst wenn ein zweiter Mensch mitarbeitet. Der Nutzen von C ist Zuordnung — nachvollziehen zu können, wer was getan hat. Im Ein-Personen-Betrieb gibt es niemanden, gegen den diese Zuordnung schützen würde; sie wäre Aufwand ohne Adressaten.

Konsequenzen

  • Der Arbeitsweg bleibt funktionsfähig. Host-Sessions können weiterarbeiten; ohne diese Entscheidung wäre LABNET-02 gar nicht durchführbar gewesen.
  • Die Protokollierung fehlt und wird nicht ersetzt. Wer im Nachhinein wissen will, was eine Session auf CFGMON getan hat, findet es nicht in auth.log, sondern nur in Git-Historie, Issues und AARs. Das ist der Grund, warum die AAR-Pflicht und „alles Offene wird ein Issue" auf diesem Host besonders zählen — sie sind hier der einzige Nachvollzug.
  • Ein kompromittiertes rantanplan-Konto ist ein kompromittierter Host. Nicht neu durch diese Entscheidung, aber jetzt ausgesprochen.
  • Auslöser für Option C ist ein zweiter Mensch mit Zugang — nicht ein Datum. Kommt einer dazu, wird diese ADR abgelöst.

Offen, bewusst nicht vor der Entscheidung geklärt

Das Issue verlangte vorab zu klären, welche anderen Konten in der docker-Gruppe sind und ob dasselbe auf MATRIX gilt. Beides ist ungeprüft — dafür braucht es eine Host-Session, vom Mac aus ist es nicht einsehbar.

Das ändert an der Entscheidung nichts (sie betrifft den Weg, nicht seinen Umfang), wohl aber an ihrer Reichweite: Sollte sich zeigen, dass weitere Konten in der Gruppe sind, ist zu prüfen, ob die alle dort hingehören. Nachzuholen bei der nächsten Host-Session, festgehalten in #14.

Verworfene Alternativen

  • B — Konto aus der docker-Gruppe nehmen, Docker-Zugriff über gezielte sudo-Regeln. Auditierbar, aber es legt Agenten-Sessions auf CFGMON lahm: sudo braucht ein TTY, das eine Session nicht hat. Löst ein Protokollproblem, indem es den Arbeitsweg entfernt — vertretbar erst, wenn ein Ersatz steht.
  • C sofort — getrenntes Agenten-Konto mit protokollierter Rechteerhöhung. Sauberste Lösung, aber echte Arbeit für einen Nutzen, der im Ein-Personen-Betrieb nicht anfällt. Bleibt das Ziel, siehe oben.
  • Stillschweigend so lassen. Genau das ist der Fehler, den ADR-0002 und die ADR-Pflicht für dauerhafte Ausnahmen adressieren: Eine Ausnahme nur zu dokumentieren statt sie zu entscheiden, ist keine Entscheidung. Deshalb diese ADR und nicht bloß ein Absatz in hosts/cfgmon.md.