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threadnet-call/docs/axion1337-fork.md
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Thore CimbalandClaude Opus 4.8 3f17001720 feat(audio): opt-in AI noise suppression against keyboard noise
The WebRTC noise suppression estimates a running noise profile, so it removes
stationary noise but not keystrokes, which are transient and never look like
noise to it. Chiclet keyboards are as affected as mechanical ones. DeepFilterNet3
runs client-side as a LiveKit track processor and removes them.

Off by default and the model is only fetched once a user switches it on, so
nobody pays the download who does not want the filter. Default strength is 35
percent rather than full: measured, that already gives keystrokes gone with the
voice still natural, and more attenuation only adds artefact risk.

Assets ship with us instead of the package's default CDN, which would report
every participant's IP to a third party at call start and tie call setup to
foreign infrastructure. The Dockerfile gzips the model wasm, which the existing
top-level glob missed — 4.1 MB instead of 15.7 MB per client.

Browser noise suppression is switched off while the filter runs so the two do not
work against each other. Regulation goes through the model's own attenuation
limit, so there is no dry/wet mixer and no delay compensation to get wrong.

Decision and measurements: management ADR-0018 and issue #0054.

Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
2026-08-15 12:00:00 +00:00

174 lines
11 KiB
Markdown

# threadnet-call: Fork-Anpassungen für axion1337.chat
Dieses Dokument beschreibt alles, was dieser Fork gegenüber Upstream Element Call ändert. Die
übrigen Dateien in `docs/` sind unverändertes Upstream-Material.
## 1. Warum Fork von `emmick4/element-call` (Branch `livekit`)?
Nicht direkt von `element-hq/element-call` geforkt, sondern von `emmick4/element-call`s
`livekit`-Branch, weil dieser bereits den noch nicht upstream gemergten PR
[element-hq/element-call#3736](https://github.com/element-hq/element-call/pull/3736)
enthält - config-driven `media_quality`. Ohne diesen PR wäre eigener Custom-Code nötig gewesen,
um Video-/Audio-Qualitätslimits pro Deployment konfigurierbar zu machen.
## 2. media_quality-Defaults
Konfiguriert in `vite-embedded.config.ts` (im `generateFile`-Plugin-Aufruf, der
`media_quality` in die zur Build-Zeit gebackene `config.json` des Embedded-Packages schreibt):
- Kamera: **1440p / 60fps / ~8 Mbps** (`video.max_resolution/max_framerate/max_bitrate`)
- Screen-Share: **1440p / 30fps / ~6 Mbps**
- 720p-Zwischen-Simulcast-Layer (`video.simulcast_layers`) - ohne diesen fiel die Übertragung
bei kleinsten Netzwerkschwankungen direkt von 1440p auf blockiges 360p
- `video_codec: "h264"` (siehe Incident unten für die Begründung)
Das sind Startwerte, keine harten Limits - Nutzer können in den Call-Settings weiter hochdrehen.
## 3. VP9-Incident (2026-07-28) — ⚠️ nicht ohne Browser-Repro erneut versuchen
Erster Versuch setzte `video_codec: "vp9"` (Commit `83db5224`). Das hat Calls **live komplett
kaputt gemacht** (kein Bild/Ton), obwohl die LiveKit-SFU-Server-Logs den
Codec-Regression-Fallback auf VP8 als scheinbar erfolgreich zeigten. Sofort zurückgerollt
(Commit `f845d81e`). Vermutete Ursache: LiveKit nutzt für VP9/AV1 SVC statt klassischem
Simulcast, aber `buildPublishOptions()` in diesem Fork setzt immer Simulcast-Layer - ein
echter Code-Fix wäre nötig, um das aufzulösen. **Root Cause nie abschließend isoliert** (hätte
einen Browser-Konsolen-/WebRTC-Internals-Repro gebraucht). Danach auf 720p-Zwischen-Layer +
`h264` (klassisches Simulcast, kein SVC-Risiko, oft hardwarebeschleunigt v.a. auf iOS)
umgestellt - live verifiziert (7/8 Tracks nativ H.264, 1 sauberer VP8-Fallback).
**Nicht erneut versuchen, ohne vorher einen echten Browser-Repro zu haben.**
## 4. npm-Publish zu Gitea (`@sorb/threadnet-call-embedded`)
⚠️ Dieser Abschnitt beschrieb bis 2026-08-09 einen manuellen/lokalen Vorgang, der
seit dem 2026-08-06 nicht mehr zutrifft — korrigiert bei einer Doku-Durchsicht.
Das Embedded-Package (`embedded/web/package.json`, aktuell `0.19.2-threadnet.7`) wird zu
Gitea's npm-Registry veröffentlicht (`https://rohana.axion1337.de/api/packages/sorb/npm/`,
Scope `@sorb`). Der obere Versionierungs-Track hier (`0.19.2-threadnet.N`) ist unabhängig von
den Docker-Image-Tags, unter denen das fertig gebaute Widget im gitops-Repo deployt wird (z.B.
`v0.2.3-elementcall-h264` als `threadnet-web`-Image-Tag) - zwei getrennte Versionsschemata für
zwei verschiedene Artefakte (npm-Package vs. Docker-Image).
**Der Publish läuft über den `publish_npm`-Job in `.gitlab-ci.yml`**, nicht mehr manuell:
`needs: build_embedded`, ausgelöst per Tag oder auf `main` (`when: manual`, bewusst kein
Automatismus - Veröffentlichen bleibt ein Akt). Bricht ab, wenn `embedded/web/dist` zu wenige
Dateien enthält (Schutz gegen die leeren Pakete aus threadnet-call#4), und veröffentlicht mit
`--tag threadnet` statt `latest`, weil unsere Versionen als npm-Prereleases gelten. Auth über
die CI-Variable `GITEA_NPM_TOKEN` (Gitea-Token, Scope `write:package`) - die frühere lokale,
untrackte `.npmrc` mit Klartext-Token ist damit hinfällig.
Das committete `.github/workflows/publish-embedded-packages.yaml` ist unbenutztes
Upstream-Material (zielt weiterhin auf `registry.npmjs.org`/`@element-hq`) - Gitea Actions
läuft hier nicht, siehe Repo-Topologie unten.
## 5. Bewusst keine Server-seitige ML-Rauschunterdrückung
Nur der client-seitige WebRTC-Standardtoggle (Echo/Noise/Gain-Suppression, aus derselben
Upstream-PR-Linie) wurde übernommen. Bewusst **kein** LiveKit-Agents-basiertes Server-seitiges
ML-Noise-Cancellation (z.B. selbst gehostetes DTLN/RNNoise) - LiveKits eigene Dokumentation
beschreibt diesen Baustein als für AI-Voice-Agents gedacht, nicht für Mensch-zu-Mensch-Calls
(kein unterstützter Weg, bereinigtes Audio an andere Teilnehmer weiterzuleiten).
## 5b. KI-Geraeuschunterdrueckung client-seitig (ADR-0018)
Ergaenzt §5: dort ging es um **server-seitige** ML-Filterung, die verworfen bleibt. Diese
Anpassung ist **client-seitig** und damit von jenem Einwand nicht betroffen.
**Warum:** Der WebRTC-Standardfilter schaetzt ein laufendes Rauschprofil und filtert damit
STATIONAERE Stoerungen. Tastaturanschlaege sind TRANSIENT und werden nicht als Stoerung
erkannt - sie gehen ungefiltert raus. Betroffen sind auch leise Chiclet-Tastaturen.
**Was geaendert wurde:**
| Datei | Aenderung |
| ------------------------------------------------------------ | ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| `src/livekit/aiNoiseSuppression.ts` | **neu** - baut den DeepFilterNet3-TrackProcessor |
| `src/settings/settings.ts` | zwei Settings: `ai-noise-suppression` (bool, Default **false**), `ai-noise-suppression-level` (number, Default **35**) |
| `src/state/CallViewModel/remoteMembers/ConnectionFactory.ts` | `processor:` in `audioCaptureDefaults`; `noiseSuppression` wird bei aktivem KI-Filter **abgeschaltet** |
| `src/settings/SettingsModal.tsx` | `AiNoiseSuppressionSettings` im Audio-Tab (Checkbox + Regler) |
| `public/assets/dfn3/**` | Modell + wasm, **23 MB**, selbst ausgeliefert |
| `package.json` | `deepfilternet3-noise-filter` |
**Drei Dinge, die beim Portieren nicht verlorengehen duerfen:**
1. **Assets selbst ausliefern.** Das Paket laedt Modell und wasm sonst von `cdn.mezon.ai` -
das meldet bei jedem Call-Start die IP jedes Teilnehmers an einen Dritten und haengt die
Verfuegbarkeit an fremde Infrastruktur. `assetConfig.cdnUrl` zeigt deshalb auf
`public/assets/dfn3/`. **Beim Aktualisieren des Pakets pruefen, ob sich die Asset-Pfade
geaendert haben** (`v3/pkg/df_bg.wasm`, `v3/models/DeepFilterNet3_onnx.tar.gz`).
2. **Browser-`noiseSuppression` bleibt bei aktivem KI-Filter AUS.** Sonst arbeiten zwei
Filter gegeneinander und der Browser schneidet dem Modell bereits Signalanteile weg.
3. **Default 35 %, nicht 100 %.** Gemessen reicht das fuer "Tastatur weg und Stimme
natuerlich"; mehr Daempfung erhoeht nur das Artefaktrisiko.
**Kein** Rust/wasm-Build noetig (das fertige Paket genuegt), **kein** Dry/Wet-Mixer und
**kein** Delay-Node - geregelt wird ueber den Modellparameter (`noiseReductionLevel` /
`atten_lim`), nicht ueber Zurueckmischen des Originalsignals.
⚠️ **Mobil ungeprueft.** Der Telefontest wurde bewusst ausgesetzt; weil der Filter opt-in
ist, bleibt er auf schwachen Geraeten schlicht aus. Messung und Herleitung: management #0054.
## 6. Produktname im Widget (`.env.production`)
`VITE_PRODUCT_NAME=aXion1337.Chat` in `.env.production` — eine Zeile, keine
Quelldatei angefasst. Upstream liest den Namen an jeder Stelle als
`import.meta.env.VITE_PRODUCT_NAME || "Element Call"`; die Variable zu setzen ist
deshalb die vollständige Umbenennung **ohne Merge-Reibung**.
Der Name folgt der Regel aus `management/shared/branding.md`: „in der Anwendung"
heißt es aXion1337.Chat — und das Call-Widget läuft in der Anwendung.
**Was dadurch tatsächlich umbenannt wird** (Inventur 2026-08-06, embedded-Modus):
| Stelle | sichtbar wo |
| ------------------------------------ | ------------------------------------------------------- |
| `error.matrix_rtc_transport_missing` | Fehlermeldung „Der Server ist nicht für … konfiguriert" |
| `error.open_elsewhere_description` | „… wurde in einem anderen Tab geöffnet" |
| `DeveloperSettingsTab` Versionszeile | Einstellungen → Entwicklermodus |
| `usePageTitle``document.title` | im iframe unsichtbar, der Vollständigkeit halber |
**Was im Embedded-Build ohnehin nie erscheint** — und deshalb _nicht_ angefasst
wurde:
- **Die Logo-SVGs.** Alle vier sind importiert und liegen im Bundle — gerendert wird
im Widget aber keins, und zwar jeweils durch dieselbe Bedingung gesperrt:
| SVG | gerendert von | Sperre |
| ---------------------- | --------------------------- | ----------------------------------------------------------------- |
| `Logo` | `Header.tsx` (`HeaderLogo`) | `FullScreenView` zeigt den Header nur bei `header === "standard"` |
| `LogoMark`, `LogoType` | `CallFooter.tsx` | `showLogo = headerStyle === HeaderStyle.Standard` |
| `LogoLarge` | `LoginPage`, `RegisterPage` | gibt es nur standalone |
`HeaderStyle.Standard` ist der Default für **Nicht**-Widget-Nutzung; als Widget ist
der Header `None` (Desktop) oder `AppBar` (Web/Mobile) — siehe `UrlParams.ts`. Das
gilt auch für Fehlerseiten: `FullScreenView` prüft dieselbe Bedingung, ein Absturz
im Widget zeigt also kein Logo.
⚠️ Nicht danach greppen, ob ein Logo „irgendwo vorkommt" — im gebauten Bundle steht
`<desc>Element Call (Beta)</desc>` aus `Logo.svg` drin, obwohl es nie gezeichnet
wird. Maßgeblich ist die Render-Bedingung, nicht der Treffer.
- **`header_label` („Element Call-Startseite") und `login_subheading`.** Startseite
und Login gibt es nur im Standalone-Modus.
- **Die drei deutschen `developer_mode.matrixRTCMode.*.description`.** Die reden über
_Gegenstellen_ („alle beteiligten Element Call Clients v0.17.0 oder neuer") — das
ist eine Kompatibilitätsaussage über fremde Clients, keine Selbstbezeichnung. Sie
umzubenennen wäre inhaltlich falsch.
⚠️ `build:embedded:development` läuft mit `--mode development` und lädt
`.env.production` nicht — ein Dev-Build zeigt weiter „Element Call". Beabsichtigt;
ausgeliefert wird der Produktions-Build.
**Verifiziert** am CI-Artefakt von Pipeline 189 (`ac688d3`), nicht am Quelltext: das
gebaute Bundle enthält „aXion1337.Chat"; die verbliebenen „Element Call"-Treffer sind
Source-Maps, die 22 Sprachdateien (`header_label`, standalone) und die
`<desc>`-Zeile aus `Logo.svg` — keine davon im Widget sichtbar.
## Repo-Topologie (seit 2026-07-31)
**Kanonisch ist `git.lab/axion1337.chat/threadnet-call`** (Homelab-GitLab) — die Kopie auf
`rohana.axion1337.de/sorb/threadnet-call` ist ein automatischer **Push-Mirror** (Lesekopie,
Issues, npm-Registry). **Niemals direkt nach rohana pushen** — der Mirror überschreibt
divergente Stände.