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threadnet-operating/monitoring
Thore Cimbal ba59518ef0 monitoring: Game-Host privat scrapen statt ueber die oeffentliche IP (#0002)
Die Targets standen seit dem ersten Scrape auf der oeffentlichen IP und waren
nie up. Ursache jetzt belegt: Die Exporter-Container auf dem Game-Host
veroeffentlichen ihre Ports gar nicht - docker ps zeigt "9100/tcp" ohne
0.0.0.0-Mapping, sie sind nur im Docker-Netz erreichbar. Weder Firewall noch
Bind-Adresse, wie bisher vermutet.

Targets auf 10.0.0.4 umgestellt (Host liegt im vSwitch, 22/80/443 antworten
dort). cadvisor bewusst auf Host-Port 8081: 8080 ist von coolify-proxy belegt.

Neu angebunden: pterodactyl_exporter auf 9531 - laeuft dort seit drei Monaten
und war nie im Monitoring.

README nachgezogen; sie nannte weiterhin die oeffentliche IP und beschrieb die
Targets als "antworten aktuell nicht", ohne den Grund.

⚠️ Wirksam erst, wenn die Ports auf dem Game-Host auf 10.0.0.4 veroeffentlicht
sind. Bis dahin bleiben die Targets down - unveraendert zum Zustand davor, nur
mit richtiger Adresse und dokumentierter Ursache.
2026-08-20 12:00:00 +00:00
..

Monitoring-Stack (Operating-Host)

Prometheus + Loki + Grafana + Alloy + node-exporter fuer den Operating-Server (CFGMON). Vollstaendig provisioniert: Datasources und Dashboards liegen als Code in diesem Repo, ein docker compose up -d auf einem frischen Host stellt den kompletten Stack wieder her.

Deployment

cp .env.example .env   # Werte setzen (nur beim allerersten Start relevant)
docker network create traefik   # falls noch nicht vorhanden
docker compose up -d

Config-Aenderungen: was wirklich ankommt

Prometheus und Alertmanager mounten seit 2026-08-15 ihr Config-VERZEICHNIS (./prometheus, ./alertmanager) statt einzelner Dateien. Damit ist die frueher hier beschriebene Inode-Falle fuer sie beseitigt: git pull ersetzt Dateien per Rename (neuer Inode); ein Einzeldatei-Mount zeigt danach weiter auf die alte Datei, waehrend SIGHUP seelenruhig Erfolg meldet. Verzeichnis-Mounts loesen bei jedem Zugriff ueber den Pfad auf.

Warum strukturell statt per Anleitung: genau diese Falle war hier bereits ausfuehrlich dokumentiert -- samt richtigem Kommando und Pruefbefehl -- und hat am 2026-08-14 trotzdem zugeschlagen (geladen wurden die alten Alert-Regeln, Reload meldete Erfolg). Eine Fussangel, die man nur durch Lesen umgeht, umgeht man irgendwann nicht.

Nach einem git pull, der Configs anfasst:

docker compose up -d          # Mount-/Service-Aenderungen -> Container wird neu erstellt

Reicht bei Prometheus/Alertmanager fuer den Inhalt bereits ein Reload, ist das in Ordnung -- die Datei ist jetzt wirklich die neue.

Noch als Einzeldatei gemountet (gleiche Falle, dort weiterhin --force-recreate noetig): loki/loki-config.yaml, alloy/config.alloy sowie die Skripte matrix-alerts.py, release-watch.py, cve-exporter.py.

Ob eine Aenderung angekommen ist, sieht man nur im Container, nie auf der Platte:

docker exec prometheus md5sum /etc/prometheus/alerts.yml
md5sum prometheus/alerts.yml        # muessen uebereinstimmen

Grafana liest Provider-Definitionen nur beim Start: ein neuer Ordner in provisioning/dashboards/dashboards.yml braucht docker compose restart grafana. Dashboard-JSONs innerhalb eines bestehenden Providers werden laufend nachgezogen.

Struktur

Pfad Inhalt
docker-compose.yml Stack-Definition, Images auf feste Versionen gepinnt
prometheus/prometheus.yml Scrape-Konfiguration
loki/loki-config.yaml Loki Single-Binary-Konfiguration, 90 Tage Retention
alloy/config.alloy Docker-Log-Collection -> Loki, node-exporter -> Prometheus
grafana/provisioning/ Datasources (feste UIDs!) und Dashboard-Provider
grafana/dashboards/<ordner>/*.json Dashboards, je Unterordner ein Grafana-Ordner
cve/images.txt Liste der real deployten Images, Inventur aus dem Cluster
cve/scan-loop.sh Trivy-Scan-Schleife (24h), schreibt JSON-Reports
cve/cve-exporter.py Reports -> Prometheus-Metriken, mit First-Seen-State

Externe Abhaengigkeiten

  • Remote-Write eingehend auf :9090: k3s-Cluster und Matrix-Server pushen Metriken (flux, kube_state_metrics, synapse).
  • Log-Push eingehend auf :3100 (Loki) von externen Alloys.
  • Scrape ausgehend: k3s-Host (10.0.0.2:9100), Game-Host privat ueber den vSwitch (10.0.0.4:9100, :8081 cadvisor, :9531 pterodactyl_exporter). cadvisor liegt dort auf 8081, weil Host-Port 8080 von coolify-proxy belegt ist.
  • cadvisor und traefik werden gescraped, laufen aber in anderen Stacks (cadvisor: Portainer-Stack thread-net-git; beide haengen im externen traefik-Netz).

Dashboards aendern

Provisionierte Dashboards sind in der UI editierbar (allowUiUpdates: true), aber die JSON-Datei im Repo ist die Quelle der Wahrheit: UI-Aenderungen muessen exportiert und committet werden, sonst gehen sie beim naechsten Datei-Update verloren.

CVE-Pipeline (gitops#47)

cve-scan scannt alle 24h die Images aus cve/images.txt mit Trivy und legt JSON-Reports in ein Volume; cve-exporter serviert sie als Metriken auf :9101, Prometheus scraped sie als Job cve_exporter. Dashboard: Security / CVE-Uebersicht (Trivy).

Der Exporter merkt sich je (CVE, Target) den Erstfund in einem persistenten State (cve_exporter_state-Volume) -- daher kommt die Spalte "erstmals gesehen". Verschwindet ein Finding, faellt der Eintrag raus (= "geschlossen").

Bei Stack-Aenderungen cve/images.txt nachziehen, sonst scannt die Pipeline an der Realitaet vorbei.

Alarm-Zustellung (frueher stummgeschaltet — seit gitops#51 wieder scharf)

Stand 2026-08-15: Alarme werden zugestellt. alertmanager.yml hat nur noch die Default-Route auf den matrix-Receiver; die frueher hier beschriebene room="security"-Route auf den Null-Receiver existiert nicht mehr. Alarme ohne room-Label (u.a. die axion-basics- und axion-backup-Gruppen) laufen ueber diese Default-Route.

Historie, damit der Grund der damaligen Stummschaltung nicht verlorengeht: die CVE-Regeln erzeugten je eine Alarm-Instanz pro CVE pro Image (beim ersten Lauf 59 CRITICAL + 445 HIGH), matrix-alerts.py schickte eine Nachricht pro Alarm, Synapse rate-limitete nach ~10 Nachrichten mit 429, und weil save_state() hinter der Sende-Schleife stand, wiederholte Alertmanager die komplette Gruppe mit noch leerer Deduplizierung. Behoben durch Aggregation auf count by (target, severity) (eine Instanz je Image statt je CVE); Details im Dashboard cve-overview. Vollstaendige Historie: gitops#51 / AAR 2026-08-01.

Zustellfehler sind seit 2026-08-15 selbst ueberwacht: Prometheus scrapt Alertmanager (operating_alertmanager) und AlertDeliveryFailing schlaegt an, wenn alertmanager_notifications_failed_total steigt. Vorher war Alertmanager zwar Alarm-Ziel, aber kein Scrape-Target — eine reissende Alarmkette haette sich also selbst nicht melden koennen.

Kleinere offene Punkte der Pipeline

  • TrivyScanStale kann ein Image, das nie erfolgreich gescannt wurde, nicht melden: ohne ersten Report gibt es keine Serie, an der time() - trivy_last_scan_timestamp haengen koennte. Ein dauerhaft fehlschlagendes Image bleibt damit still. TargetDown deckt nur den toten Exporter ab, nicht den einzelnen blinden Fleck.
  • coturn/coturn:latest ist als einziges Image ungepinnt -- Scan-Ergebnisse sind dadurch nicht reproduzierbar.
  • Der Exporter prunt den First-Seen-State bei jedem Scrape anhand der gerade gelesenen Reports. Ein transienter Lesefehler (except: continue) loescht die Erstfund-Zeitstempel des betroffenen Targets dauerhaft.

Offene Punkte / Sicherheit

  • 9090, 3100, 9100 sind auf der oeffentlichen IP ohne Auth erreichbar (Docker umgeht ufw). Per Hetzner Cloud Firewall auf die IPs der bekannten Absender einschraenken.
  • Game-Host: Die Targets zeigen seit 2026-08-20 auf die private Adresse 10.0.0.4 (management #0002). Voraussetzung auf dem Host: Die Exporter-Container veroeffentlichen ihre Ports bisher gar nicht -- docker ps zeigt 9100/tcp ohne 0.0.0.0-Mapping, sie sind nur im Docker-Netz erreichbar. Solange das so ist, bleiben die Targets down; die Adresse ist dann nur eine andere. Veroeffentlichen auf 10.0.0.4, nicht auf 0.0.0.0 -- sonst stehen sie wieder im Internet.
  • Loki table_manager ist deprecated; Retention-Enforcement laeuft aktuell nicht ueber den Compactor -- bei Gelegenheit auf Compactor-Retention umstellen.