docs: design doc Gate 2 (architecture) with ADR-0011 and ADR-0012

Two-way harvest as mandated by the Session-1 handoff: failure patterns
of both approaches tabled with the mechanism that closes each, all
seven neckbeard gaps dispositioned (plus two new ones found this
session), and the old approach's proven value folded into the target
architecture. Two directional decisions filed as proposed ADRs: issues
live in-repo with GitLab as a deterministically mirrored view (0011),
group rules canonical here with pointer components and a checkable
components artifact (0012). Migration map, check architecture split
offline/runtime, constraints, upstream feedback candidates.

Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Thore Cimbal
2026-08-11 20:45:18 +02:00
co-authored by Claude Fable 5
parent 2daadb8ba6
commit 6b8869f160
3 changed files with 339 additions and 1 deletions
@@ -0,0 +1,88 @@
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type: adr
id: "0011"
status: proposed
date: 2026-08-11
supersedes: null
superseded_by: null
related:
- "docs/design/2026-08-11-neckbeard-migration.md"
- "decisions/0002-issues-und-management-ins-lab.md"
- "decisions/0005-pm-framework-kanban.md"
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# ADR-0011: Issues leben im Repo; GitLab wird deterministisch bespiegelt
## Kontext
Die Gruppe führt 111 Issues auf git.lab, davon 71 offen; die Disziplin ist
belegt intakt (F-014: 71/71 mit genau einem Meilenstein, 71/71 mit
Priorität, WIP-Limit gehalten). Neckbeards ADR-0002 macht In-Repo-Issues
zum Default und vertagt die Spiegel-Option C. Der Feldtest zeigt beides:
Die Forge erzwingt sichtbar, was Prosa nicht hält (F-001, F-017 —
Dokumente widersprechen dem Board), und Host-Sessions ohne Lab-Zugang
können GitLab-Issues gar nicht lesen, wohl aber den Gitea-Mirror dieses
Repos. Der alte Grundsatz „Alles Offene ist ein Issue" (altes ADR-0005)
scheiterte nur dort, wo Arbeitspunkte in `hosts/`-Markdown lebten (F-004)
— am zweiten Backlog, nicht am Board.
## Optionen
**A: GitLab bleibt kanonisch, Repo hält nur einen Export.** Tagesablauf
unverändert, Board bleibt Arbeitsfläche. Aber: dauerhafte Ausnahme von
neckbeards ADR-0002 (nach eigener Regel ADR-pflichtig), Issues bleiben
für Host-Sessions unsichtbar und für Agenten nur per API erreichbar, und
die Klasse „Prosa widerspricht Board" (F-001) bleibt strukturell offen —
generierte Dokumente hingen an einem Netzzugriff.
**B: Reine In-Repo-Issues, GitLab-Issues geschlossen.** Sauberste
neckbeard-Form. Aber: das Gruppenboard verliert den Management-Scope,
Meilenstein-Ansichten werden unvollständig, das Refinement liest zwei
Systeme — genau die belegte Disziplin (F-014) würde ihres Werkzeugs
beraubt. Der Report warnt ausdrücklich: nicht per Board-Löschung
migrieren.
**C: Repo kanonisch, GitLab als generierter Spiegel.** Die Issue-Wahrheit
liegt als `docs/issues/NNNN-slug.md` im Repo (grepbar, offline, über den
Gitea-Mirror überall lesbar); ein deterministisches Skript spiegelt
Titel, Status, Meilenstein, Priorität und Fälligkeit nach GitLab, damit
Board-, Meilenstein- und Label-Ansichten weiterarbeiten. Eine
Drift-Prüfung meldet Abweichungen zwischen Board und Repo rot.
## Entscheidung
**Option C, beschränkt auf den Management-Scope.**
- `docs/issues/` wird kanonisch für die Issues des management-Projekts.
Die offenen management-Issues werden aus dem GitLab-Stand importiert
und behalten ihre Nummern (GitLab-iid = Datei-id; keine dritte
Nummernwelt). Alt-IDs wie `CFGMON-01` bleiben im Titel.
- Das Schema trägt die belegten Pflichten: `milestone` (Pflicht, M1M5)
und `priority` (Pflicht, high/medium/low), dazu `due` (Datum statt
„bald"), optional `host`/`area`. Der Status-Enum wird um die
Board-Spalten erweitert (`next`, `waiting` mit benanntem Grund); das
WIP-Limit (max. 2 in-progress) wird eine Validator-Regel.
- Der Spiegel ist **ein** deterministisches Skript (Repo → GitLab),
Standard `--dry-run`; echte Läufe stößt sorb an. Board-Handgriffe
bleiben erlaubt, sind aber nicht kanonisch: Was nicht nachgezogen
wird, meldet die Drift-Prüfung. Die Zusage-Spalten (`next`,
`in-progress`) vergibt weiterhin nur sorb — Prozessregel, nicht
Mechanik.
- **Komponenten-Tracker bleiben unangetastet** (gitops 60 Issues usw.),
bis die jeweilige Komponente selbst adoptiert; das wird als
Folge-Issues angelegt. Bis dahin gilt für Komponenten-Issues GitLab
als Wahrheit — ausgewiesen, nicht verschwiegen.
## Konsequenzen
- Statusänderung = Commit; `git log` ersetzt die Issue-Chronik. STATUS.md
und Roadmap-Zahlen werden generiert statt behauptet (F-001-Klasse
geschlossen).
- Host-Sessions lesen den vollständigen Management-Backlog erstmals von
überall (Gitea-Mirror des Repos).
- GitLab-seitige Änderungen ohne Nachzug sind ab jetzt ein Befund, kein
stiller Zustand — die Drift-Prüfung übernimmt die Alarmfunktion der
roten Pipeline.
- Das geschlossene GitLab-Altbestand-Archiv (40 geschlossene Issues)
wird nicht importiert; es bleibt als Historie auf git.lab, erreichbar
über die bestehenden Verweise.
@@ -0,0 +1,85 @@
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type: adr
id: "0012"
status: proposed
date: 2026-08-11
supersedes: null
superseded_by: null
related:
- "docs/design/2026-08-11-neckbeard-migration.md"
- "decisions/0001-gitlab-kanonisch-push-mirror.md"
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# ADR-0012: Gruppenregeln kanonisch im management-Repo, Komponenten zeigen und werden geprüft
## Kontext
Fünf Komponenten-Repos und dieses Repo teilen ein Regelwerk. Neckbeards
ADR-0001 löst „ein Repo, viele Harnesse", nicht „viele Repos, ein
Regelwerk" — die schärfste Lücke des Feldtests. Der alte Ansatz war
bereits Pointer-basiert („Projekt-Repos haben eigene CLAUDE.mds", die
Arbeitsgrundlage liegt im management-Repo, über den Gitea-Mirror von
überall lesbar) und scheiterte nicht am Mechanismus, sondern an der
Anwendung: 4 von 5 Komponenten haben schlicht keine Pointer-Datei
(F-011), und nichts prüfte das. Zusätzlich tragen fünf Komponenten vier
Namensschemata, ohne dass ein Artefakt den kanonischen Slug festhält
(F-008) — diese Session musste die Slugs erfragen.
## Optionen
**A: Regelkopien in jede Komponente stempeln** (generiert, mit
Quell-SHA; Prüfskript vergleicht). Funktioniert offline im
Komponenten-Checkout. Aber: sechs Kopien derselben Regeln sind genau die
Drift-Maschine, die ADR-0001 upstream verwirft — der Stempel macht Drift
erkennbar, nicht unmöglich, und jeder Regeländerung folgt ein
Sechs-Repo-Commit-Zug.
**B: Git-Submodule/Subtree eines Regel-Repos.** Mechanisch streng, aber:
koppelt jeden Komponenten-Clone an Lab-Erreichbarkeit, ist in Obsidian
und Forge-Ansichten sperrig, und die Gruppe hat mit Submodules keinerlei
Praxis — Reibung ohne belegten Bedarf.
**C: Pointer + deterministische Prüfung.** Die Gruppenregeln stehen
genau einmal, im AGENTS.md dieses Repos (das gespiegelt und damit
überall lesbar ist). Jede Komponente trägt nur Projektspezifika plus
einen Pointer auf die Gruppenregeln (git.lab-Pfad und Mirror-URL). Neu
gegenüber dem alten Ansatz ist der prüfende Teil: ein Artefakt benennt
die Gruppe, ein Skript prüft die Anwendung.
## Entscheidung
**Option C.**
- **Kanonisch:** die Gruppenregeln leben als ausgewiesener Abschnitt im
`AGENTS.md` dieses Repos. `CLAUDE.md` wird Ein-Zeilen-Pointer
(neckbeard ADR-0001).
- **Komponenten-Artefakt:** `docs/components/<slug>.md` (neuer
Schema-Typ) deklariert je Repo den kanonischen Slug, Anzeigenamen,
Mirror-Pfad und die Phase (`active` / `staged` / `external`) — damit
ist F-008 maschinenlesbar beantwortet und die bewusst gestaffelte
Dormanz von `thread-net-git`/`threadnet-operating` (F-009-Addendum)
erstmals repräsentierbar statt nur mündlich.
- **Prüfung, zweigeteilt:** offline prüft `validate.py` die
Komponenten-Artefakte wie jedes andere Artefakt; in der Lab-CI prüft
die Stillstandsprüfungs-Familie (a) dass jede deklarierte Komponente
die Pointer-Datei tatsächlich trägt (schließt F-011) und (b) dass die
**zur Laufzeit gelesene** Gruppenliste und `docs/components/`
deckungsgleich sind — die Projektliste bleibt bewusst ungehärtet im
Code (Retro-Lehre: eine gepflegte Liste ist die Stelle, an der ein
neues Repo jahrelang durchrutscht); neu auftauchende Repos werden
Befund statt Lücke.
- **Rollout** der Pointer-Dateien in die fünf Komponenten ist nicht Teil
dieser Undertaking: fünf Folge-Issues, eines je Komponente.
## Konsequenzen
- Regeländerung = ein Commit in einem Repo; Komponenten folgen per
Verweis, nicht per Kopie.
- Eine Komponente ohne Pointer ist ab dem Rollout ein roter
CI-Befund, kein stiller Zustand über Wochen (F-011-Klasse).
- Die Slug-Unregelmäßigkeiten selbst (`thread-net-git`,
CamelCase-`ThreadNet-Web`) werden hier **nicht** bereinigt — ein
Rename fasst Forge-Zustand an und wird eigenes Issue mit eigener
Abwägung; das Artefakt dokumentiert bis dahin den Ist-Stand.
- Host-Sessions ohne Lab finden Regeln und Gruppenliste über den
Gitea-Mirror; der Pointer nennt beide Wege.
+166 -1
View File
@@ -1,6 +1,6 @@
---
type: design
status: gate-1
status: gate-2
date: 2026-08-11
size: L
related:
@@ -8,6 +8,8 @@ related:
- "decisions/0005-pm-framework-kanban.md"
- "decisions/0009-commit-konventionen-und-historien-anonymisierung.md"
- "decisions/0010-haertung-eigener-meilenstein.md"
- "docs/adr/0011-issues-im-repo-gitlab-als-spiegel.md"
- "docs/adr/0012-gruppenregeln-kanonisch-mit-pruefung.md"
---
# Design: Migration des Management-Systems auf neckbeard
@@ -127,3 +129,166 @@ Quelle starten, die sich nicht selbst widerspricht.
Keine UI beteiligt — Artefakte sind Markdown-Dateien, die Oberfläche
bleibt GitLab/Obsidian/Editor. Mockups entfallen.
## Gate 2 — Architektur
### Gelesen (Pflichtlektüre vor den Optionen)
Alt-Ansatz: `CLAUDE.md`, `roadmap.md`, `decisions/README.md` und die
tragenden Entscheidungen 0001, 0002, 0005, 0009, 0010,
[verfahren/refinement.md](../../verfahren/refinement.md),
[verfahren/stillstandspruefung.md](../../verfahren/stillstandspruefung.md),
`.gitlab-ci.yml`, Auszüge aus `hosts/`. Neckbeard v0.1.1: AGENTS.md,
WORKFLOW.md, ADR-0001…0004/0006, `schema.yaml`, `validate.py`,
`gen_status.py`, Schöpfungs-AAR, `docs/wiki/index.md`. Session-1-Daten
(lesend vom Analyse-Branch): `gitlab_issues.json` — 111 Issues, 71
offen; **71/71 mit genau einem Meilenstein (M1 19 · M2 22 · M3 4 ·
M4 12 · M5 14) und 71/71 mit genau einer Priorität** (low 32,
medium 34, high 5). Die Entscheidungen 0003/0004/0006/0007/0008 werden
bei der Portierung (Gate 4) vollständig gelesen; sie tragen keine
Architekturfrage dieser Undertaking.
### Ernte, Teil 1 — die Fehlermuster beider Ansätze
Wo genau versagte der alte Ansatz, was hält neckbeard dagegen, und wo
bleibt auch mit neckbeard ein Loch:
| Muster | Wurzel im Alt-Ansatz | Neckbeard-Gegenstück | Verbleibendes Loch → Mechanismus dieser Migration |
|---|---|---|---|
| **A** — Doku nicht nachgezogen (F-001, F-005, F-007, F-010, F-017) | Zustand steht als behauptete Zahl/Prosa an mehreren Stellen; nichts vergleicht | Generiertes STATUS.md (`gen_status.py --check` in CI), ADRs nie editiert nur abgelöst | Prosa, die *Forge*-Zustand behauptet, prüft neckbeard nicht → Drift-Prüfung Repo↔GitLab; Meilenstein-Satz als Schema-Enum (eine Quelle); „Stand"-Etiketten entfallen ersatzlos (git log antwortet) |
| **B** — Regel repo-weit, Anwendung Teilmenge (F-002, F-003, F-008, F-011) | Regel gilt „für alle Repos", kein Artefakt zählt die Repos auf, kein Skript läuft über alle | **Lücke** — ADR-0001 endet an der Repo-Grenze | Komponenten-Artefakt + Abgleich gegen die zur Laufzeit gelesene Gruppenliste ([ADR-0012](../adr/0012-gruppenregeln-kanonisch-mit-pruefung.md)); Git-Hygiene-Prüfung (12:00Z-Zeitstempel, kanonische Identität) über alle deklarierten Repos |
| **C** — zwei Backlogs (F-004, F-009) | `hosts/`-Markdown hielt „Nächste Schritte" neben dem Board | In-Repo-Issues, ein Ort | Wiki-Seiten können wieder Aufgabenprosa ansammeln → Prüfregel: Aufgaben-Marker („Nächster Schritt", offene Checkboxen) in Wiki-Seiten ohne Issue-Verweis sind ein Befund |
| **D** — Artefakte ohne Eigentümer überleben (F-006, F-012) | Branches/SHA-Zitate hat niemand je gelesen | `warn_if_orphan` nur für Wiki-Seiten | Branch-Hygiene (Alter/Divergenz verwaister Branches) und SHA-Auflösung inkl. Zuordnungstabelle in der Prüf-Familie; Refinement-Agenda erhält den Punkt |
Die sieben neckbeard-Lücken, Disposition (Akzeptanzkriterium 6, 7/7):
| # | Lücke | Disposition |
|---|---|---|
| 1 | Viele Repos, ein Regelwerk | **Eingefaltet:** [ADR-0012](../adr/0012-gruppenregeln-kanonisch-mit-pruefung.md) (Pointer + Prüfung) |
| 2 | Kein Komponenten-Artefakt | **Eingefaltet:** Schema-Typ `component`, `docs/components/` (ADR-0012) |
| 3 | Kein Meilenstein-Konzept | **Eingefaltet:** Pflichtfeld `milestone` im Issue-Schema ([ADR-0011](../adr/0011-issues-im-repo-gitlab-als-spiegel.md)) |
| 4 | SHA-Zitate unaufgelöst | **Eingefaltet (projektseitig):** Prüfskript nach Vorbild `inv_shas.py`; Upstream-Kandidat |
| 5 | Git-Hygiene außerhalb des Blickfelds | **Eingefaltet (projektseitig):** Hygiene-Prüfung in der CI-Familie; Upstream-Kandidat |
| 6 | Externe Link-Ziele ungeprüft | **Teilweise eingefaltet:** Sperrliste stillgelegter Ziele (toter Gitea-Tracker, F-005) als deterministische Prüfung; echte Erreichbarkeitsprüfung **verworfen** (netzabhängig, nichtdeterministisch — widerspricht validate-Philosophie) |
| 7 | Prioritätsfeld als YAGNI verworfen | **Eingefaltet:** Pflichtfeld `priority` — der Feldtest liefert die Evidenz (71/71, klar getrennt vom Meilenstein), die das Schöpfungs-AAR fürs Wiedervorlegen verlangte |
| +8 | *(neu, diese Session)* `validate.py` lehnt Verzeichnis-Links ab | Migration ersetzt Verzeichnis- durch Datei-Ziele; Upstream-Kandidat (Meinungsfrage) |
| +9 | *(neu)* Kein definierter Ort für Projektregeln im übernommenen AGENTS.md | Projektregeln als ausgewiesener eigener Abschnitt unter den unveränderten Upstream-Abschnitten; Upstream-Kandidat |
### Ernte, Teil 2 — Wert des Alt-Ansatzes, eingefaltet (4/4 + Zusatz)
| Wert | Erhaltungsmechanismus |
|---|---|
| **F-014** Issue-Hygiene (Meilensteinpflicht, eine Priorität, ein Status, WIP-Limit, keine ID-Wiederverwendung) | Wird von Konvention zu Schema: `milestone`/`priority` Pflichtfelder, Status-Enum, WIP-Limit als Validator-Regel, Duplikat-ID-Prüfung existiert in `validate.py` bereits; Board bleibt via Spiegel erhalten (ADR-0011) |
| **F-013** Mirror-Topologie mit Begründung, Gegenargument, Rettungspfad | Alt-ADRs 0001/0004 werden unverändert portiert; die „Warum zwei Orte"-Prosa und der Rettungspfad ziehen als Wiki-Seiten um; Mirror-Sync bleibt Stillstandsprüfung |
| **F-015** Rewrite-Zuordnung, 251/251 verifiziert | `shared/commit-zuordnung-2026-08-07.md``docs/sources/` (unveränderlich, agentenschreibgeschützt); SHA-Prüfung löst über die Tabelle auf; die Zuordnungs-Auflage für künftige Rewrites steht im portierten ADR-0009 |
| **F-016** Redliche Selbstdokumentation | „Redlichkeit"-Regeln ziehen in den Projektabschnitt von AGENTS.md; AAR-/Retro-Kultur bleibt (AARs → `docs/aar/`, Retro-Protokolle → `docs/sources/`) |
| Stillstandsprüfungs-Prinzipien | Bleiben wörtlich: Prüfungen nur aus realen Fällen; „kann nicht prüfen" ist Befund, nicht Skip; Abbruch statt stillem Überspringen; Projektliste zur Laufzeit. Die neuen Gruppen-Prüfungen (ADR-0012, Hygiene, Drift) treten dieser Familie bei |
| Board-Pflege-Rechte (Zusage-Spalten nur sorb) | Prozessregel im AGENTS.md-Projektabschnitt; Refinement-Ablauf zieht als Wiki-Seite um und instanziiert die WORKFLOW-Agenda (Board rechts-nach-links, Nachziehen, Entscheidungsvorlagen mit Empfehlung, Datumspflicht) |
| ADR-Pflicht bei dauerhaften Ausnahmen | Übernommen in den Projektabschnitt — neckbeard kennt diese Regel selbst nicht (Upstream-Kandidat) |
### Zielarchitektur
**Migrationslandkarte** (alt → neu; Inhalte unverändert, sofern nicht
werkzeugwidersprechend — Nicht-Ziel „kein Umschreiben"):
| Alt | Neu |
|---|---|
| `CLAUDE.md` | Ein-Zeilen-Pointer; Regeln → `AGENTS.md` (Upstream-Abschnitte wörtlich + Abschnitt „Gruppenregeln"); Karpathy-Block wortgleich → `docs/sources/karpathy-guidelines.md`, aus AGENTS.md zitiert *(Freigabe sorb nötig — stehende Regel)* |
| `decisions/0001…0010` | `docs/adr/0001…0010`, Frontmatter ergänzt, Text unverändert; `decisions/` entfällt, Verweise nachgezogen |
| `roadmap.md` | Bleibt als Linien/Reihenfolge-Prosa; alle Zählungen und „Stand"-Blöcke raus (→ generiertes STATUS.md); M5 statt „offene Frage" (F-001) |
| `verfahren/aar/*` (5) | `docs/aar/*`, Frontmatter (`open`/`harvested` nach Retro-Lage) |
| `verfahren/retro/*` | `docs/sources/retro/*` (unveränderliche Protokolle) |
| `verfahren/refinement.md` | `docs/wiki/admin/refinement.md` |
| `verfahren/deploy-uebergabe.md` | `docs/wiki/deployment/deploy-uebergabe.md` |
| `verfahren/stillstandspruefung.md` | `docs/wiki/admin/stillstandspruefung.md` |
| `verfahren/textbloecke.md` | `docs/wiki/admin/textbloecke.md` (Pfade angepasst) |
| `verfahren/issue-migration/` | `docs/sources/issue-migration/` |
| `verfahren/aar-vorlage.md` | ersetzt durch neckbeards `docs/aar/template.md` |
| `hosts/*` (4) | `docs/wiki/admin/<host>.md`; offene Arbeitspunkte → Issues (F-004, 5/5) |
| `vision/*` (3) | `docs/wiki/vision/*` (neue Wiki-Area `vision` — Alt-Wert „eine Datei je Linie", altes ADR-0005) |
| `shared/branding.md`, `lab-netzwerk.md`, `zone-axion1337.md` | `docs/wiki/architecture/*` |
| `shared/commit-zuordnung-2026-08-07.md` | `docs/sources/commit-zuordnung-2026-08-07.md` |
| — *(neu)* | `PROJECT.md` ✓, `WORKFLOW.md` (wörtlich v0.1.1), `schema.yaml` (v0.1.1 + ausgewiesene Erweiterungen), `STATUS.md` (generiert), `docs/components/` (6 Deklarationen: 5 Komponenten + management; `game-operating`/`gameserver` als `external`), `docs/issues/` (importierte offene management-Issues + F-004-Nachzügler) |
| `scripts/stillstandspruefung.py`, `ci/` | Bleiben; dazu `validate.py`, `gen_status.py` (v0.1.1) und die neuen Prüfskripte; `.gitlab-ci.yml` erhält einen Offline-Job `validate` (jeder Push) neben der geplanten Stillstandsprüfung |
**Prüf-Architektur — zwei Familien, scharfe Grenze:**
- **Offline & deterministisch** (`validate.py`, `gen_status.py --check`,
SHA-Auflösung, Wiki-Aufgabenmarker, Sperrlisten-Check): läuft bei
jedem Push, braucht nur den Baum. Kein Netz, keine Uhrzeit.
- **Verbund & Laufzeit** (Stillstandsprüfungs-Familie: Mirror-Sync,
Issue-Drift Repo↔GitLab, Pointer-Präsenz, Gruppenliste↔`docs/components/`,
Git-Hygiene über die Gruppe): geplant/manuell in der Lab-CI, Token
über maskierte Variablen, **Abbruch statt stillem Skip**, Befund =
rote Pipeline = Alarmanlage.
```mermaid
flowchart LR
S[Session-Start] --> A[CLAUDE.md → AGENTS.md<br/>+ PROJECT.md + STATUS.md]
A --> W[Arbeit nach Gates<br/>Artefakte in docs/]
W --> C[Commit 12:00Z]
C --> V{CI: validate.py +<br/>gen_status --check}
V -- rot --> W
V -- grün --> M[Spiegel-Skript<br/>dry-run → sorb triggert]
M --> B[GitLab-Board/Meilensteine<br/>= Ansicht, nicht Wahrheit]
B --> R[Refinement sonntags<br/>Board + STATUS.md]
R --> W
P[Stillstandsprüfung + Gruppen-Checks<br/>geplant, Lab-CI] -. Befund = Issue .-> R
```
### Entscheidungen
Die zwei tragenden Richtungsentscheidungen stehen als ADRs (Status
`proposed`, werden mit diesem Gate wirksam):
- **[ADR-0011](../adr/0011-issues-im-repo-gitlab-als-spiegel.md)** —
Issues im Repo kanonisch (Management-Scope), GitLab als
deterministisch bespielter Spiegel; Optionen A/B/C abgewogen im ADR.
- **[ADR-0012](../adr/0012-gruppenregeln-kanonisch-mit-pruefung.md)** —
Gruppenregeln kanonisch hier, Komponenten tragen Pointer, ein
Komponenten-Artefakt macht die Gruppe prüfbar; Kopie/Submodule
verworfen im ADR.
Feature-lokale Entscheidungen (bleiben hier):
1. **Framework-Dateien wörtlich** übernehmen (AGENTS.md-Abschnitte 15,
WORKFLOW.md, Templates, Skripte) — jede Abweichung vom Upstream
bleibt per Diff gegen v0.1.1 sichtbar; Projektspezifika leben
ausschließlich im ausgewiesenen AGENTS-Abschnitt, in ADRs, Wiki und
`schema.yaml`-Erweiterungen.
2. **Issue-Nummern:** GitLab-iid = Datei-id für Importierte; neue Issues
zählen ab Maximum weiter; `gitlab_iid`-Feld hält die Spiegelung.
Keine dritte Nummernwelt, keine ID-Wiederverwendung.
3. **Status-Enum erweitert** um `next` und `waiting` (Grund-Pflicht bei
`waiting`) — die Board-Spalten sind belegter Alt-Wert; ein Mapping
auf nur `open/in-progress` würde die einzige Zusage-Semantik
(`status:next`) wegwerfen.
4. **Slugs werden nicht umbenannt** (F-008): Rename = Forge-Eingriff,
eigenes Issue; das Komponenten-Artefakt dokumentiert den Ist-Stand.
5. **Verzeichnis-Links** in Prosa werden auf Datei-Ziele umgestellt
(Lücke +8).
6. **`analysis/` und `drafts/`** des Analyse-Branches bleiben dort;
nichts davon wird auf diesen Branch geholt.
### Constraints
- Mirror-Topologie unangetastet: Flux-Quelle bleibt Gitea, keine
direkten Gitea-Pushes, Kanonisierungs-Verfahren gilt weiter.
- Kein API-Schreibzugriff ohne menschlichen Trigger; das Spiegel-Skript
hat `--dry-run` als Default. Diese Session pusht nichts.
- Commit-Konventionen (englisch, 12:00:00 UTC, kanonische Identität)
gelten für jeden Migrations-Commit.
- Artefaktsprache Deutsch (`PROJECT.md`), Upstream-Framework-Texte
bleiben englisch — der Diff-Abgleich gegen v0.1.1 wiegt schwerer als
Sprachreinheit.
- Secrets-Regeln unverändert (Token nur per Pfad/maskierter Variable).
- Die Historien-Remediation (F-002/F-003) bleibt draußen; jedes künftige
Rewrite trägt die Zuordnungs-Auflage (portiertes ADR-0009).
### Rückmeldungen an neckbeard (Kandidaten, eigener Akt — nicht Teil dieser Undertaking)
Lücken 15 und 7 mit Feldtest-Evidenz, dazu +8 (Verzeichnis-Links), +9
(Ort für Projektregeln), die fehlende ADR-Pflicht bei dauerhaften
Ausnahmen, und als Erfahrungswert: die Stillstandsprüfungs-Prinzipien
(Prüfungen nur aus realen Fällen; Abbruch statt Skip) als Muster für
eine künftige Laufzeit-Prüf-Familie neben `validate.py`.